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Wild@Heart – The Return Of Metal Ballads

Nicht der übliche Aufguss
keine Wertung
Genre: Hard Rock, Heavy Metal
Spielzeit: 158:45
Release: 18.11.2011
Label: iMusic 1 Records/Intergroove

33 Titel, das ist eine ordentliche Anzahl, auch für einen Sampler. Aufgrund der Spielzeit von über zweieinhalb Stunden mussten die Lieder auf zwei CDs aufgeteilt werden, als die Compilation kreiert wurde.

Wie der Name schon sagt, sollen sich auf den zwei Scheiben Metal- Balladen befinden. Diese Definition ist sehr irreführend – schließen sich doch Metal und Balladen im Prinzip gegenseitig aus. Das Wort Powerballaden trifft die Sache dann schon wesentlich besser. Metal gibt es auf den zwei Scheiben praktisch nicht; gut, ein bisschen klassischer Heavy Metal und viel mehr Hard Rock ist schon auszumachen. Hier endet es aber auch. Anders sieht das bei den Interpreten aus. Die sind nämlich Metal – und zwar durch die Bank. Unter ihnen liest man jede Menge große Namen, wie zum Beispiel die Scorpions, GotthardAvantasia und Hardcore Superstar. Alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. 

Soweit der Autor in Erfahrung bringen konnte, sind alle Lieder auf der Zusammenstellung auch noch auf anderen Medien erhältlich. Das heißt, für "Wild@Heart – The Return Of Metal Ballads" wurde kein Lied neu aufgenommen, alle Lieder wurden schon einmal veröffentlicht. Das riecht doch schon wieder nach Abzocke, oder? Nicht ganz. Die Autoren der CDs haben sich Mühe gegeben und nicht einfach irgendwelche Balladen auf die Scheiben gepackt („Nothing Else Matters“ fehlt erfreulicherweise, auch wenn der Grund hierfür eher an der Lizenz als an der Abgelutschtheit der Nummer liegen dürfte). Anstatt völlig überspielter Gassenhauer haben sich in den meisten Fällen wirklich gelungene Nummern, die ihre Interpreten in einem völlig anderen Licht erstrahlen lassen, auf den CDs versammelt. Besonders erwähnenswert sind hierbei die enthaltenen Duette, wie zum Beispiel das Stück „One Night Burning“, das von Michael Kiske und Amanda Somerville dargeboten wird. 

Ob viele Metalfans die Dauerbeschnulzung aushalten, darf sehr stark bezweifelt werden. Die Zielgruppe der Veröffentlichung wird wohl eher die Mittvierziger-Mutti sein, die sich an ihre wilde Jugend erinnert – nicht die Kutten- und Nietengürtelträger, die man auf Festivals trifft. Spekulation hin – Spekulation her: Wer nach einer Zusammenstellung interessanter Balladen im Bereich Hard Rock und Heavy Metal sucht, der ist hier durchaus gut bedient. Man bekommt jede Menge Songs für sein Geld und die Auswahl ist gut. Das ist der entscheidende Pluspunkt. 

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