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Whistling To The Bird: Road To Lisdoonvarna

Wertung: 99/10
Genre: Traditional Irish Folk
Spielzeit: 55:9
Release: 17.01.2007
Label: Eigenproduktion

Also eigentlich passt ja eine CD mit nahezu rein irischer Folklore nicht unbedingt in ein Metal,- Rock- & Gothic - Webzine wie The-Pit.de. Aber da wir hier nun schon alle beisammen sind, wollen wir auch dem nunmehr zweiten Studioalbum der vier Bastheimer eine Chance geben...

Nach “Slower Than Expected...“ legen Susanne und Daniel Schlossinger sowie Madeleine Madeheim und Jochen Krenig mit “Road To Linsdoonvarna“ ihr neustes Werk in Eigenproduktion vor. Nach wie vor gänzlich der traditionellen irischen Folklore treu geblieben, ist auch “Road To Lisdoonvarna“ gespickt mit originalgetreuen Coverversionen von Volksliedern der Vergangenheit und Moderne. Zusätzlich finden sich mit Eigeninterpretationen von zeitgenössischen Klassikern wie “Fields Of Gold“ (Sting) und “Willst Du“ (Schandmaul) recht interessantes Liedgut im (neo-)irischen Folkloregewand ein.

Doch auch die eigene Heimat in Deutschland ließen Whistling To The Bird insbesondere deswegen schon nicht aus den Augen, da mit “Meiches Walzer“ und “Es Führt Über Den Main“ ebenfalls dem eigenen Volksgut gedacht wurde. Produktionstechnisch präsentiert sich “Road To Lisdoonvarna“ rein akustisch, was somit den „Irish Pub - Flair“ nochmals deutlich steigert. Aber auch sonst gehen WTTB keine allzu großen Wagnisse ein und bleiben ihrem Stil aus „handgemachter Musik“ absolut treu.

Entsprechend lebt der neueste Silberling auch hauptsächlich von seiner natürlichen und bodenständigen Authenzität, die von der ersten bis zur letzten Minute von ihm ausgeht. Lieder wie “Indiana“, “Hard To Say Goodbye“ und “Devils Dream“ beherbergen einen äußerst liebenswürdigen und gemütlichen Charakter in sich.

Sicherlich wirkt für einige Nichtkenner der irischen Volksmusik (wie beispielsweise auch meiner einer) vieles auf “Road To Lisdoonvarna“ doch ungemein kitschig und zwanghaft süßlich... Gut, dies ist höchstwahrscheinlich eben auch auf den starken Einsatz von Flöten und diversen Schütteleien zurückzuführen. Jedenfalls wirkt der dargebotene Musikstil deswegen nicht schlecht, aber dafür gerade zu Beginn doch manches mal ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Fazit: Da ich selbst leider keine wirklichen Vergleichsmöglichkeiten im Bereich des „Irish Folk“ habe, muss ich leider auf eine reguläre Punktevergabe des gesamten Albums verzichten. Den Hörgenuß von “Road To Lisdoonvarna“ empfinde ich persönlich zwar über weite Strecken mehr als nur angenehm und träumerisch (insbesondere das geniale Schandmaul-Cover von “Willst Du“ hat es mir angetan), aber dennoch lässt mich der „Traditional Irish Folk“ so ziemlich alleine im Regen stehen.

Ansonsten gibt es auch über die Produktion im Allgemeinen nichts wirkliches zu meckern und man kann WTTB durchaus attestieren, dass sie sich alle größte Mühe gegeben haben, ein durchweg leichtfüßiges und unbeschwertes Album auf die Beine zu stellen (was sie letztendlich ja auch geschafft haben).

Da mir allerdings leider kein Scan des offiziellen Covers vorlag, musste ich für dieses CD-Review auf ein neutrales Bandfoto zurückgreifen. Ich bitte dies zu entschuldigen. Wer jedenfalls Interesse an “Road To Lisdoonvarna“ bekundet, der bekommt das gute Stück für 15€ (plus 2€ Porto & Verpackung) auf www.wttb.de

Anmerkung: Hinter dem letzten Song des Albums (“Willst Du“) befindet sich noch ein unbetitelter Bonustrack. Um zu diesem zu gelangen, müsst Ihr einfach bis zu einer Spielzeit von 6:36 Minuten vorspulen... Viel Spaß!

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