Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

When Trees Leave Wolves: Thirteen Stars

Sehr hohe Halbwertszeit
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Rock/ Southern Rock/ Doom/ Country
Spielzeit: 45:11
Release: 13.02.2015
Label: 7Hard

Die Aachener When Trees Leave Wolves gehen mit einer gehörigen Portion Vorschusslorbeeren ins Rennen, denn die EP „ReSISTor“ vom Sommer 2013 konnte hier wahre Begeisterungsstürme auslösen, was zur Folge hatte, dass The-Pit.de auch glatt dem Ruf ins Studio folgte, als WTLW schon etwas Hörbares vorzuweisen hatten – und auch war es ein leichtes, den kreativen Eigenstil lobend im entsprechenden Listening-Special zu erwähnen.

Trotzdem darf man natürlich auch als Schreiberling dieser Online-Postille mehr als gespannt sein, wie sich die fertigen Songs denn nun wirklich anhören, denn auf der heimischen Anlage könnte der ultimative Lauschlappentest eventuell auch nach hinten losgehen. Tut er aber nicht, um da gleich mal den Wind aus den Cowboyhosen zu nehmen, denn When Trees Leave Wolves liefern mit „Thirteen Stars“ nicht den miefigen Bohneneintopfknalleffekt, sondern hauen ein schweres Pfund an schwermütiger Musik heraus, welches sich natürlich nach Eigenständigkeit sehnt und nur das eine oder andere Mal auch Querverweise auf Black Label Society & Co. zulässt.

When Trees Leave Wolves machen es einem auch so gar nicht leicht, denn soviel sei verraten: Die Platte braucht definitiv mehrere Durchgänge, nicht nur, weil sie an einigen Stellen sogar recht sperrig wirkt, sondern weil immer wieder feine Facetten aus der Filiale der Rockzutaten auszumachen sind. Wie ein Schulterschluss zur EP kommt auch das Intro „Epitaph“ an, allerdings nicht mit dem Lagerfeuereffekt, aber trotz der getragenen Streicher mit einer ordentlichen Portion Country.

Und genau jene Zutat drängt sich mehrmals mehr oder weniger auffällig in den Vordergrund und appelliert so locker an des Zuhörers Toleranz, wie z.B. beim sprittig hochprozentigen Titeltrack „Thirteen Stars“, der durch die Drums unentwegt antreibt, etwas progressiver als die restlichen Stücke wirkt, aber durch den Banjo-Alarm durchaus die Cowboy-Mentalität transportiert. Fast minimalistisch mit sirenenartiger Gitarre doomt mit dezenter Sludge-Note „Down Comfort“ daher, mit deutlich mehr Melodie grooven WTLW durch „Part Of The Clan“, wie eine Mischung aus Down, Crowbar und Corrosion Of Conformity sägt sich das rollende, etwas rockiger angelegte „End Of The Road“ auf die positive Dopingliste und „C.g.l.i.c. (Creepy Grinding Lovers In A Candlelight)“ rockt mit  breitem Black Label Society-Gedächtnisriff in den Vordergrund.

Neben dem Titeltrack aber entwickeln sich „Catspaw“ – treibender, schwergewichtiger und rollender Song mit aggressiven Shouts – und auch „Piss On Ya Law“ – Endzeit-Song mit kurzem Sireneneffekt, fett rollendem Groove; mit reichlich Southern-Rock angereicherter Headbanger – zu absoluten Knallernummern. Abwechslungsreich allemal, allerdings muss man sich mit Lionwolfs Gesang erst auch anfreunden. Die komplette Platte ist ja auch nicht gerade ein überbordender Ausbund an Freude.

Wollen wir den Aachenern mal verzeihen, dass sie mit „Thirteen Stars“ dann doch etwas länger gebraucht haben als schon damals nach der EP angekündigt, war doch das Jahr 2014 angepeilt – geschenkt. Dafür aber haben When Trees Leave Wolves ein wirklich tiefgehendes Album herausgehauen, welches sicherlich nicht sofort flüssig auf den Hirnbahnvernetzungen ankern kann, welches aber mit sehr hoher Halbwertszeit für viel Begeisterung sorgt. Vielleicht wäre es wünschenswert, das eine oder andere Mal auch das Tempo ein wenig mehr anzuziehen, aber auch so sollte das mit ordentlich Biss ausgestattete  „Thirteen Stars“ alle Country-Heavy-Doom-Metaller befriedigen.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte