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When Sky Falls Down: Divisions

Auch nur Mittelmaß
Wertung: 6,5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 19:13
Release: 03.11.2013
Label: Eigenproduktion

Man wird im Metalcore-Sektor nicht mehr viel reißen, wenn man nicht zumindest ein gewisses Mindestmaß an Eigenständigkeit mitbringt. Doch es wird spürbar schwieriger, der Szene noch einen eigenen Stempel aufzudrücken, wo man oft genug den Eindruck hat, dass grundsätzlich alles gesagt wurde, was zu sagen ist, und die wichtigsten Scheiben längst auf dem Markt sind. An genau diesem Problem haben auch die Jungs von When Sky Falls Down zu knabbern, die mit ihrer neuen EP auf sich aufmerksam machen wollen. Denn "Divisions" bringt zwar die typischen Qualitäten einer handwerklich begabten Kapelle mit, öffnet sich beim Songwriting aber nur dem bereits Hergebrachten – ergo: auch hier nichts Frisches!

Allerdings muss man den Herrschaften zugestehen, dass sie zumindest bei den Melodiebögen einige markante Akzente setzen. Nach dem farblosen Intro "Divide" folgt mit "Disinfection" nämlich gleich ein Song mit einer richtig fetten Hookline, die irgendwo zwischen Emo-, Alternative und Indie Rock steht und somit einen prima Kontrast abgibt. Anhänger von Funeral For A Friend und Atreyu sollten sich hier sofort geborgen fühlen. Doch When Sky Falls Down wollen es auch hier und dort etwas rabiater haben und gehen nach dem fast schon chilligen "These Waves" in die Offensive: "Lifelinees" ist brachialer Core-Stoff, wie man ihn schon tausendmal um die Ohren gepfeffert bekommen hat, und mit "Divisions" legt man entsprechend kantig und harsch nach.

Das abschließende "New Era Differences" ist wiederum etwas experimenteller gehalten und setzt auf Atmosphäre, verblendet aber insgesamt auch ein bisschen die bis dahin klar strukturierte Vorgehensweise. Hier erschließt sich dann auch der eigentliche Mangel dieses Albums, der neben der mangelnden Eigenständigkeit vor allem in der oftmals ausbleibenden Entschlossenheit besteht. Man wünscht sich ab und zu einfach, dass When Sky Falls Down noch etwas mehr Punch in die Gitarren und die Grooves setzen, wenngleich die Melodien auf "Divisions" nicht die schlechtesten sind.

Problematisch bleibt aber bis zuletzt die latente musikalische Austauschbarkeit. Die Band spielt ihren Stiefel nicht schlecht, aber dennoch eher konservativ herunter. Das mag denjenigen noch aus den Socken hauen, der die Szene neu kennen und lieben lernt, sollte alle übrigen, die sich schon länger mit melodischem Metalcore beschäftigen, aber nicht mehr in Begeisterungsstürme versetzen.

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