Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Weckörhead: Für Lemmy

Tribute mit eigenem Charme
Wertung: 7,5/10
Genre: Heavy Rock'n'Roll
Spielzeit: 14:28
Release: 10.01.2018
Label: Eigenregie

Da steht man schön beim Ragers Elite Festival 2018 in Hamm und plaudert so ganz nebenbei mit Savage Blood-Bassist Markus Weckermann, da bekommt man plötzlich von ihm eine CD mit einem „lass mal wissen, wie du das findest“ in die Hand gedrückt. Ein artiges Dankeschön später, kurz dann noch einmal angestoßen, schon landete das Vier-Track-Werk in der Kutteninnentasche, nur um eben zu Hause wieder ans Tageslicht befördert zu werden: Lauschen, Infos über Weckörhead einholen und gut fühlen – denn es ist ja nur Rock'n'Roll.

Tribute an Motörhead bzw. für Lemmy gibt es wahrscheinlich wie Sand am mehr und auch auf deutsch hatten sich ja auch schon anno 2016 die Kneipenterroristen mit „Laut Lauter Lemmy“ ausprobiert. Nun tauchen Weckörhead auf den Plan und liefern vier bekannte Klassiker aus, die, und das ist eher neu, ganz frei oder nur inspiriert übersetzt und somit mit starker eigener Lyricnote aus den Boxen dröhnen, wobei man sich eben musikalisch ganz und gar dem Original angenähert hat.

Und wer steckt hinter dem „Coverklamauk“, der da so mit feist lachendem Auge sich einem ernsten Thema entgegen rock'n'rollt? Als kreativer Kopf steckt dahinter auf jeden Fall Sänger, Bassist und quasi Mitnamensgeber Markus Weckermann (auch ex-Deterrent, ex-Sudden Death/Osnabrück), der sich mit Stormwarrior-Drummer Jörg Uken und den beiden Gitarristen Rico sowie Mitch für dieses „Projekt“ zusammengetan hat - „Projekt“ dürfte sich dann auch bald erledigt haben, denn es stehen die ersten Liveshows an und der Opener „D-Das Pik As“ dieser Promo-CD wird am 10. Mai auch als Split-7" mit Smoking Hut On Stones veröffentlicht werden.

„Scheiß auf Hochglanzproduktionen“, so springt es beim Aufklappen des Pappschubers entgegen, denn Weckörhead stellen voller Stolz heraus, dass sie die vier Tracks live in einem Rutsch eingespielt haben, um so den Rock'n'Roll-Spirit am Leben zu erhalten. Und das gelingt ihnen auch recht ordentlich, auch wenn viele Motörhead-Puristen sich wahrscheinlich winden werden wie auf einem zu heißen Grill und fast schon wie gewohnt der deutschen Übersetzung den Stinkefinger zeigen, doch Lemmy selbst würde cool lächelnd sich an seinem Whisky verschlucken und am liebsten Markus den Tieftöner aus der Hand reißen, um mitzuzocken.

Erdig, roh, dynamisch, so die Attribute für die Schmunzel-Parade, und natürlich darf man in den Topf werfen, dass der freie Verbalerguss von „Röck'n'Röll“ auch ein wenig schlüpfrig-plakativ tönt, aber who cares, denn welche Nummer auch immer, alle vereinen dieses „wir sind Motörhead und spielen Rock'n'Roll“-Feeling in rotzrockiger Attitüde – kennt man vom Orginal her, denn so hatte Lemmy seit anno Tuck seine Shows eingeleitet.

So heißt es also: Auf die Split-7" warten, ist ja nicht mehr lange hin, diese CD allerdings gilt wohl als Werbemaßnahme und taucht im offiziellen Verkauf nicht auf – was nicht heißen soll, dass man Markus & Co. beim nächsten Liveabstecher nicht ein bisschen auf die Nüsse gehen kann: Das Ziel ist der Weg. Derweil läuft hier einfach das Viertelstündchen noch ein paarmal durch.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei