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Weapon: From The Devil’s Tomb

Solider Black-Death-Metal mit kreativen Melodien und leicht orientalischen Nuancen
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal/Death Metal
Spielzeit: 54:20
Release: 29.10.2010
Label: Agonia Records

„From The Devil’s Tomb” heißt das zweite Album der kanadischen Band Weapon (CA), das sie uns hier mit einem sehr detailverliebten Cover präsentieren. Auffällig sind mystisch-religiöse Szenen des Artworks für eine Black Metal-Band, die sich vor allem mit Satanismus auseinandersetzt, nicht gerade. Das Artwork von Weapon (CA) ist aber insofern etwas Besonderes, da dort mehrere Religionen gleichzeitig abgebildet werden. Wer genau hinsieht, wird neben christlichen Figuren auch hinduistische Züge entdecken. Diese Zweigleisigkeit lässt sich dadurch erklären, dass Gründer Vetis Monarch nach der Aufnahme der ersten CD von Weapon von Bangladesh nach Kanada ausgewandert ist, wo die Band bis heute ihren Sitz hat.

Wer jetzt mit einer stark exotisch eingefärbten Musik á la Orphaned Land rechnet, liegt aber absolut daneben. Neben dem Artwork und zwei orientalisch angehauchten Anfängen von „Sardonyx“ oder „From The Devil’s Tomb” lassen Weapon ihre Wurzeln ziemlich außen vor und konzentrieren sich ganz auf eine klassische Kombination aus Black und Death Metal. Diese Kombination ist generell geschickt, da sie Kraft mit Grausamkeit kombiniert und auf diese Weise die besten Anlagen für ein gewaltiges Metal-Massaker mit sich bringt.

Weapon stellen sich dabei recht geschickt an, wobei die Gitarren- und Basslines dabei die herausragensten Aspekte sind. Die Riffs dieser beiden Instrumente sind meist zwar eher simpel, verfehlen aber nicht ihre Wirkung und wirken daher nicht störend. Was diese beiden Instrumente und somit auch die Musik von Weapon aber vor allem ausmacht, sind die interessanten und abwechslungsreichen Melodien, die bei „From The Devil’s Tomb“ nie lange auf sich warten lassen und mit ihrer Kreativität begeistern. Besonderes Beispiel dafür ist der instrumentale Song „LEFTHANDPATHYOGA”, bei dem progressiver Death Metal  zum Einsatz kommt und dadurch den Melodienreichtum der Kanadier noch einmal deutlich hervorhebt. Hinzu kommen die Drums, die leider nicht halb so variantenreich wie die Saiteninstrumente eingesetzt werden. Meist knüppelt sich das Schlagzeug mit einer mörderischen, aber eintönigen Double-Bass durch die Stücke, die in Liedern wie „From The Devil’s Tomb“ oder „Vested in Surplice, and Violet Stole“ leider viel zu sehr hervorgehoben werden. Dadurch wirkt das Schlagzeug nicht nur gewichtig, sondern stellenweise leider auch erdrückend. Sänger Vetis Monarch gibt sehr tiefe und heisere Vocals zum Besten. Diese machen einen großen Death-Teil in ihrer Musik aus und sind zudem oft gurgelnd verzerrt. Leider schöpft Vetis Monarch mit seiner Stimme aber nicht aus den Vollen, so dass sich die Vocals eher als eine Begleiterscheinung äußern und kaum echte Stärke übermitteln.

Insgesamt wirkt die CD soundtechnisch etwas unausgewogen, da die Drums, wie schon erwähnt, oft zu prägnant und die Vocals dafür zu kraftlos und auch etwas zu leise sind. Die Musik selber bietet dem Zuhörer aber ein buntes – oder besser gesagt schwarzes -  Erlebnis, was zwar authentisch, in gewisser Weise aber auch zu vertraut wirkt. Die Riffs scheinen Bands wie Behemoth oder Watain entliehen und bieten daher nichts Neues. Zum Glück kann Weapon zusätzlich mit kreativen Melodien und einer zarten orientalischen Färbung dienen, die verhindern, dass sie willkürlich in den gleich klingenden Black Metal-Brei einsortiert werden. Um wirklich aus der Menge heraus zu stechen, bedarf es aber noch eines gewissen Feintunings, welches sie vielleicht schon bei der nächsten CD umsetzen werden. Interessante Anlagen haben Weapon jedenfalls und auch wenn die CD noch nicht perfekt ist, werden sich Fans der oben genannten Bands bei Weapon gleich wohl fühlen können.

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