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We Too, Will Fade: Everything Falls Apart As It Should

Immer wieder eine Freude
Wertung: 8/10
Genre: Post-Hardcore, Post-Rock
Spielzeit: 10:50
Release: 04.12.2020
Label: Midsummer Records

Bereits Anfang Dezember, nicht mal zwei Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung „Enough“, kommen We Too, Will Fade mit neuem Material – und neuer Besetzung. Geblieben ist gottlob Fronter Vlad, der ja schon im Acht-Punkte-Review zu „Enough“ als wahrer Ausnahmesänger gehandelt wurde. „Everything Falls Apart As It Should“, so der wenig optimistische Titel der neuen EP, beinhaltet zwar nur drei Songs, soll den (Post-)Hardcoresound der Münchner aber konsequent weiterführen. Wir sind gespannt.

Bei gerade mal drei Songs bleibt die zu investierende Anhörzeit natürlich übersichtlich, zumal hier ein Durchlauf gerade mal elf Minuten lang ist. Stellt man allerdings einen Bombentrack wie „My Dying Friend“ direkt an den Anfang, muss man mit Verzögerungen durch Wiederholungen rechnen – wie ein Bulldozer brüllt Vlad im ersten Anlauf alles nieder, dabei ergibt eine kurze Recherche auf den sozialen Netzwerken, dass der Mann nicht halb so bullig aussieht wie er klingt. Umso mehr Respekt für diese Leistung! Auch gänsehautigsten Klargesang findet man hier, und hat in Summe den perfekten Track bereits als Opener verbraten. Jungs, ihr seid mutig.

„I Tried My Best“ steuert dann eher in die Post-Rock-Ecke und punktet direkt zu Beginn mit treibenden Drums und flirrenden Gitarren; Extrasternchen gibt‘s hier vor allem für die wahnsinnig gut funktionierende Kombination aus tightem Drumming und sanftem Gesang. All das entlädt sich letztlich in einem Refrain, der Platz für Klargesang, Geschrei, Melodie und – man glaubt es nicht, aber beinah noisige Instrumental-Ausraster bietet. Der Song ist damit nicht ganz so leicht nachvollziehbar wie der Opener, aber nichtsdestoweniger spannend und vor allem wahnsinnig gut gemacht.

Der Titeltrack, gerade mal zwei Minuten lang und ans Ende der Tracklist verbannt, fällt dann im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern ein wenig ab, der Gesang gestaltet sich kurzzeitig ein wenig zu schief, man meint hier eher ein zugegebenermaßen hypnotisches Intro vor sich zu haben und weniger einen „richtigen“, vollständigen Song. Ein bisschen schade, muss ich zugeben, denn mit einem starken letzten Song hätte die Truppe ganz klar an der Höchstpunktzahl gekratzt.

Auch ohne einen finalen Abräumer freut man sich aber, Neues von We Too, Will Fade gehört zu haben. Die EP ist hoffentlich nur das Vorspiel für ein neues Album, gerade „My Dying Friend“ macht trotz des wenig erfreulichen Titels wahnsinnig Lust auf mehr. Wir bleiben gespannt.

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