Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

We Need Guns!: One Horizon Many Ways

Moderne Mischung aus Hard- und Metalcore stellt individuelle Klasse dar
keine Wertung
Genre: Hardcore/Metalcore
Spielzeit: 19:43
Release: 25.03.2011
Label: Eigenproduktion

Man hat sich heutzutage daran gewöhnt, Metalcore mit überproduzierten Alben zu verbinden. Klarer Gitarrensound, ein getriggertes Schlagzeug sowie Gesang mit stark eingesetztem Hall sorgen häufig dafür, dass solche Produktionen unnatürlich klingen. Dennoch: die perfekte Metalcore-Band wäre somit geboren.

Ganz anders verhält es sich dabei mit den jungen Lübeckern We Need Guns!. Sie bieten eine Mischung zwischen Metalcore und modernem Hardcore, jedoch in einem verwaschenen und dreckigen Sound. Das mag zwar für einen Großteil der Zielgruppe abschreckend wirken, jedoch ist dies einzig ein stumpfes Vorurteil, wie sich im Verlauf der neuen EP „One Horizon Many Ways“ herausstellt.

Schon das Intro, sowie der Opener „Never Gone“ überzeugen vom Gegenteil. Auf die langsame und sehr melodische Einleitung folgt ein wuchtiger Song, der voll beladen mit Hardcore-Riffs, Breakdowns sowie Sing-A-Longs ist. Trotz des ungewöhnlicherweise nicht perfekten Sounds kommen Fans beider hier vermischten Musikrichtungen klar auf ihre Kosten.

Der anfängliche Eindruck wird allerdings schon im folgenden Titeltrack getrübt. Altbekanntes Metalcore-Riffing dient hier als musikalische Untermalung für viel zu schüchternen klaren Gesang. Der Refrain und und das spätere Breakdown werden dann allerdings den Erwartungen wieder gerecht, aggressiver Gesang, Sing-A-Longs und Hardcore-Riffs sorgen für einen guten Ausgleich zum eher schwachen Mainriff. Dieser Song stellt, ebenso wie der Name der gesamten EP, den aktuellen Standpunkt von We Need Guns! dar. Die Band befindet sich nach Eigenaussagen am Horizont und will diesen weiter erforschen. Um dies zu schaffen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Aufgabe der fünf Jungs besteht nun darin, den richtigen Weg zu gehen, „wobei der Weg das Ziel ist“, so die Band.

Inhaltlich bedienen sich We Need Guns! an einem breiten Spektrum von Themen. Nachdem „Never Gone“ vom Tod eines Familienmitglieds und „One Horizon Many Ways“ von der Band selbst handelt, folgt mit „Exclusive“ ein tanzbarer Partysong in hoher Geschwindigkeit.

Während im bisherigen Verlauf der EP keine Besonderheiten zu erkennen waren, steigern sich We Need Guns! mit den letzten beiden Songs nochmal um Einiges. „Definition of Time“ bietet mit seinen langsamen und melodischen Riffs den perfekten Gegensatz zum vorherigen Track. Die Bridge, die sich etwa in der Mitte des Songs befindet, stellt wahrscheinlich den Höhepunkt der EP dar. Den Lübeckern gelingt es hier, durch das Zusammenspiel der beiden Gitarren eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen.

Doch damit nicht genug: Zum Abschluss der Platte machen We Need Guns! mit „To Drown In The Refractive Waves“ klar, dass sie ebenso gut mit schnellen, metallischen Songs umgehen können. Durch den Refrain und das wirklich starke Breakdown hat der Abschlusstrack echtes Hitpotential.

Die jungen We Need Guns! zeigen mit ihrer zweiten EP definitiv ihre Qualitäten auf. Durch ihre moderne Mischung von Hard- und Metalcore befinden sie sich zwar in einem im Trend liegenden Genre, stellen aber durchaus ihre individuelle Klasse dar. Vor Allem mit „Definition of Time“, aber auch mit „To Drown In The Refractive Waves“ wird gegen Ende der Platte ihr musikalisches Potential verdeutlicht. Man darf also gespannt auf das Debüt-Album sein, das laut Band „in absehbarer Zeit“ aufgenommen werden soll.

comments powered by Disqus

"SPRITGELD + BIER = ENTORX ON STAGE!"

Ein gelungenes kleines Jubiläum

Metalheads ahoi für den neuen Captain McGuerkin

"Punk is not dead and hardcore still lives!"

"Wir sind bloß eine kleine Band aus einer kleinen Stadt und stinknormale Dudes."

Venom, Kataklysm, Channel Zero und Motorjesus am Start

Drei Tage volle metallische Dröhnung

Engagierte Bands treffen auf verhaltenes Publikum