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We Came As Romans: To Plant A Seed

Die Prophezeiung stimmt
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 37:18
Release: 03.11.2009
Label: Equal Vision Records

Die Debüt-EP „Dreams“ der Post-Hardcore-Newcomer We Came As Romans ließ „den faszinierten Hörer nach einer genussvollen Viertelstunde des Hörens völlig perplex zurück – ja, fassungslos, dass diese Band noch keinen Labeldeal hat. Lange wird es garantiert nicht mehr dauern.“ – so bei uns geschrieben im Dezember 2008. Im folgenden Jahr bewahrheitete sich die Prognose: We Came As Romans unterschrieben bei Equal Vision Records und veröffentlichten Anfang November ihr Debüt-Album „To Plant A Seed“.

Mit dem Titeltrack beginnend wird direkt zu Anfang des Albums ein guter Song geliefert, bei dem man sofort weiß, woran man ist: Ordentlich in den Arsch tretende Riffs fusionieren mit polyphonen beziehungsweise harmonischen Riffs, dazu wütende Screams und angenehmer und klarer Gesang in recht hoher Tonlage, der jedoch aufgrund seines Volumens nicht zu sehr nach Emocore á la A Skylit Drive klingt - das ganze garniert mit einigen Keyboard-Einsätzen. Soweit zu einem Song, der das Album gut präsentiert. Nun zu einem Song, der aus dem Album hervorsticht: Der zweite Track „Broken Statues“ fängt mit einem sanften Intro an und schlägt dann plötzlich von Null auf Hundert um, vorbei ist es mit der Ruhe und hochtechnischem Drumming, tiefe Screams und fette Gitarren dröhnen aus den Boxen.

Dass Metalcore keinesfalls nur fürs Moshen gemacht ist, zeigen We Came As Romans mit der Neuaufnahme des Songs „Intentions“. Bei dem ebenfalls neu aufgenommenem Titeltrack der alten EP kann man vorzüglich bemerken, dass die Band die kleinen Mankos aus der Vergangenheit ausgemerzt hat – was vorher teils etwas chaotisch klang, ist bei der neuen Version präziser, klarer und durchdachter. Für Abwechslung im Riffing sorgt vor allem der Track „We Are The Reason“, der mit einer mysteriösen, geheimnisvollen Melodie beginnt, in hämmernde, abgehackte Riffs ausartet und immer wieder gelungene Kontraste zwischen heftigen Passagen und ruhigen Parts darbietet.

Aber nicht nur instrumental wird hier eine Meisterleistung vollbracht, sondern auch gesanglich, so verfügen speziell die beiden Songs „I Will Not Reap Destruction“ und „An Ever-Growing Wonder“ über extrem einprägsame Refrains – besonders letzteren wird man kaum noch los, der gemeinsam mit den super verzerrten Screams eine Gesangsleistung der Extraklasse darstellt. „To Plant A Seed“ ist ein hervorragendes Newcomer-Album mit vielen epischen Momenten geworden, das man nur weiterempfehlen kann.

Wer an Bands wie The Devil Wears Prada oder Asking Alexandria Gefallen findet, wird We Came As Romans lieben. Auch anderen Anhängern Metalcores – besonders denen, die auch etwas für Keyboards und orchestrale Elemente übrig haben – kann man dieses Album ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

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