Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Watchmaker: Erased from the Memory of Man

Ziemlich krank
Wertung: 99/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 26:18
Release: 02.12.2005
Label: Earache

In letzter Zeit gab es Gerüchte, dass eine Musikerformation existiere, welche sich Watchmaker nennt und aus Boston stammt. Wie soll man nun als Mensch mit Gehör mit dieser Situation umgehen? Ich, als ein solcher, kann die Gerüchte, dass es sich um eine Musikerformation handelt, nur verneinen.

Das, was von dem tatsächlich existierenden Personenkreis Watchmaker produziert wird, ist keinesfalls mit Musik zu assoziieren. Zwar wird hier versucht, das ein oder andere Instrument zu spielen, doch spielen kann man das wirklich nicht nennen.

Anzumerken ist hierbei allerdings, dass sich dieser Personenkreis, im Vergleich zu der vorherigen Lärmzusammenstellung, dem Metier der Musik nähert. Manchmal dachte ich, tatsächlich etwas entdeckt zu haben, was in die Richtung Rhythmus geht. Daraufhin stellte sich mir dann die Frage "Ist der Rhythmus jetzt vor der Band weggelaufen oder die Band vor dem Rhythmus?".

Aufklärung hierzu gibt es im Booklet der CD. Dort lässt sich folgendes Zitat vom lieben Herrn Werner Herzog aus dem Film "Grizzly Man" finden: "The common denominator of the universe is not harmony - It's chaos, hostility, and murder." Dieses Zitat scheinen sich die Jungs zu Herzen genommen zu haben, denn Produkt ihres Schaffens ist eine Attacke auf die Ohren all ihrer Zuhörer.

Nehmen wir das Ganze mal genauer unter die Lupe: Die Stimme erinnert an sehr alte Darkthrone, ist nur noch etwas höher, unverständlicher und klingt so wie ein asthmakranker Eunuch. Die Gitarre spielt völlig unpassende Riffs (außer bei "Nuked to Ashes").

Der einzige Hoffnungsschimmer ist für mich der Schlagzeuger, der tatsächlich zu Grindcore passendes spielen kann und nicht nur wild auf den Angriffsflächen rumhämmert.

Die ganze Scheibe ist ziemlich krank und bis auf zwei "Lieder" ist keines erträglich. Auch, dass sich fast jeder Track gleicht, ist ein großer Störfaktor. Spätestens hier hört die potenzielle, ohnehin nur fiktive, Objektivität auf, denn ich kann mich in keine Person hineinversetzen, welche diesen Lärm mögen könnte.

Einzig das Artwork weiß zu überzeugen, wobei das aber schließlich nichts mit der Kompetenz Watchmakers zu tun hat. Es ist für mich auch schon eine Schande, dass diese "Band" von Earache bzw. Willowtip gesigned wurde.

Ich lasse die Möglichkeit für einen Liebhaber dieser Musik offen - vielleicht hätte Beethoven sie ja nach 1818 gemocht - und bewerte diesen "Longplayer", der nur 26 Minuten und 18 Sekunden lang ist, nicht.

comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen