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Watch Me Bleed: Kingdom

Hütet euch vor dem Groove! ... Groove!
Wertung: 8.5/10
Genre: Metal
Spielzeit: 49:10
Release: 04.05.2012
Label: SAOL/H'Art/Zebralution

Watch Me Bleed einem Genre zuzuordnen ist, milde gesagt, sauschwer. Die grundsätzlich sehr groovige Musik, die etwas an Pantera und Konsorten erinnert, wir immer wieder von allerhand anderen Stilen durchzogen und bildet so ein Geflecht, das kaum mehr durchschaubar ist. Als kleinster gemeinsamer Nenner der ganzen Scheibe, die auf den prägnanten Namen „Kingdom“ hört, bleibt der immer vorhandene und treibende Groove der Formation. Diese einzige Konstante bleibt aber auch wirklich vom ersten bis zum letzen Lied. Egal, ob die Nummer schneller oder langsamer ist, im unteren Soundbereich schiebt die Platte was das Zeug hält.

Die Lieder selber sind sehr unterschiedlich. Das Intro klingt sehr nach elektronischer Musik und bringt den Hörer einleitend voll auf den falschen Pfad, denn nach der Einleitung klingt nichts, aber auch gar nichts mehr elektronisch. „The World Stops Moving“ klingt nach Pantera und Devildriver. Bei dem Stück geht es recht heftig zur Sache. Ein krasser Stilbruch zum Intro.

Einer der besten Songs auf der Platte ist „Here Come The Red“. Die Nummer drückt unglaublich nach vorne und wütet in typischer Death-Metal-Manier. Viel grooviger präsentiert sich „War Calls Us“. Die Nummer baut fast nur auf der Rhythmik und den Growls von Chris Rodens auf. Der Fronter mutiert auf der Platte zum Garant für bleischwere Growls. Man mag ihm eine gewisse Monotonie vorwerfen können, aber mit seinem Durchhaltevermögen macht er das locker wett.

Eine weitere Brutalonummer ist der Titel „Rack The Slide“. Das Stück muss irgendwo zwischen Machine Head und Testament eingeordnet werden. Auch hier geht es heftig zur Sache. Diese ausgearbeiteten Nummern, die so starke Riffs enthalten und trotz aller Brachialität noch eine Spur von Melodie aufweisen können, sind die Glanzmomente auf der Scheibe.

Man könnte der Band ankreiden, dass einige Momente auf „Kingdom“ nicht ganz ausgereift und vielleicht zu experimentell klingen. Das stimmt vielleicht sogar. Wenn man aber anschaut wie viel Eigeninitiative die Band an den Tag legt und wie sehr die Musiker unkonventionelle Wege gehen, dann kann man die kleinen Fehlerchen verzeihen.

Wer auf groovigen Metal steht, der sich nicht so leicht kategorisieren lässt, der ist hier völlig richtig. Watch Me Bleed machen geile Musik, die sich nicht so einfach kategorisieren lässt und die sich keine Zwänge auferlegt. Die Tatsache, dass man die Musik nicht einordnen kann ist dabei kein Negativ-, sondern ein Pluspunkt. Fast völlig ohne Scheuklappen geht die Band ihr Songwriting an und nutzt alle möglichen Mittel, um die Musik zu erzeugen, die die Musiker machen wollen. Trends bleiben völlig außen vor und wenn sie doch mit einfließen, dann sicherlich nicht, weil es gerade trendy ist, sondern weil eben gerade der Baustein genau zu dem entsprechenden Lied passt. Groove-Metal- und Death-Metal-Fans sollten hier unbedingt einmal reinhören, es lohnt sich.

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