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Warrant: Born Again DVD - Delvis Video Diaries

Ein schlechter Versuch, mehr Geld zu verdienen
Wertung: 3.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 96:0
Release: 18.05.2007
Label: MTM Music

Über ein Jahr nach der „Born Again“ CD wirft man nun eine DVD auf den Markt. Ist ja eigentlich nicht besonderes, aber eigentlich ist es eine reiner Promotionartikel für die CD.

Da die CD nun eigentlich jedem geneigten Hörer bekannt sein sollte, werde ich mich hier nun mit der visuellen Seite und der Qualität des vorliegenden Materials beschäftigen.

Warrant sind unumstritten eine der großen Bands aus Amerika, das beweisen allein die mehr als 8 Millionen verkaufte Platten. Man hatte Ende der 80er Jahre richtig fett abgeräumt und hatte dann auch mit dem Abflauen der Popularität der harten Musik seine Schwierigkeiten. 2001 erschien dann die erstmal letzte Platte der Band: „Under The Influence“. Nun hat man sich 2006 wiedervereinigt und mit Jaime St. James (Black`n`Blue, Keel) einen Ersatz für Jani Lane gefunden.

Nun, ein Jahr später, bekommen wir alle Tracks der Reunion Scheibe als Videos verkauft. Wobei die Bezeichnung Video mit Vorsicht zu genießen ist. Alle Songs wurden in einem besseren Wohnzimmer mit einer Lightshow in Szene gesetzt, welche Jugendzentrums Ausmaße hat. Spielfreude schien auch bei den Musikern (Joey Allen - Leadgitarre, Erik Turner - Rhythmusgitarre, Jerry Dixon - Bassgitarre, Steven Sweet - Drums und natürlich Sänger Jaime St. James) nicht wirklich aufzukommen. Zumal es galt, ohne Publikum und mit Vollplayback zu spielen. Irgendwie empfinde ich das bei einer solchen Band schon als peinlich, was da geboten wird. Die Musik ist gut, aber dafür reicht eine CD.

Interessanter dagegen ist auf jeden Fall das Bonusmaterial ausgefallen, zumindest teilweise.

„Mini Monster“ zeigt Videosequenzen von verschiedenen Dingen aus dem Leben der Band. Z.B. vom Golf spielen, dem Stretchlimo fahren oder auch die ersten Bewegungen auf einem Pferd. Dies ist mitunter lustig und schön zu betrachten. Da die Videoqualität etwas schwankt, aber nie wirklich richtig schlecht wird, darf man das als gelungen ansehen. Schade nur, dass einige Sequenzen von Konzerten so kurz gehalten wurden. Wenn man hier wenigstens mal einen ganzen Track eingestreut hätte...

Der „In The Studio“ Part ist eine interessante Sache, denn hier bekommt der Zuschauer einen kleinen Einblick in die Arbeit im Studio. Das ist nicht wirklich Fun oder Erholung. Einzelne kleine kurze Parts werden immer und immer wieder eingespielt, bis alles perfekt ist. Dann kommen Ideen vom Produzenten dazu, welche ausprobiert werden. Aber man ist auch stolz, zeigen zu können, dass es Jerry Dixon gelungen ist, einen Track mit nur einer Aufnahme eingespielt zu haben.

Die Slideshow ist eine eigentlich recht kurze Geschichte, in der einige Bilder der Band eingespielt werden. Komisch, dass nach einem Jahr nur sowenig Material zur Verfügung stand.

Das hab ich auch schon tausendmal besser gesehen. Ich denke da z.B. an die sehr umfangreich und toll in Szene gesetzte Gallery der Sentenced DVD.

Fazit: Die DVD dürfte eigentlich nur was für die richtigen Die Hard Fans sein. Das Material ist zwar qualitativ nicht das schlechteste, aber alles wirkt sehr billig gemacht. Die 12 Videos sind für eine Band mit dieser Vergangenheit eine Schande. Da hätte man lieber eine schlechte Aufnahme eines Konzertes auf die DVD gebannt, das hätte den Interessantheitsgrad deutlich nach oben gedrückt. Die Untertitel huschen ab und zu so schnell über den Bildschirm, dass eigentlich keine Chance besteht, alles zu lesen, auch wenn man des Englischen mächtig ist.

Wenn man diese DVD als Bonus zur CD gepackt hätte und keinen oder nur einen winzigen Preisaufschlag genommen hätte, da gäbe es eine Existenzberechtigung. Als Demo DVD einer Amateurband könnte man dem Silberling auch noch richtig was abgewinnen, aber so? Sorry, eine Veröffentlichung, die die Welt nicht braucht, außer natürlich die Die Hard Fans, die hier noch mal zur Kasse gebeten werden.

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