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Warpath: Disharmonic Revelations

Viel Groove, viel Sozialkritisches
Wertung: 7,5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 54:24
Release: 04.03.2022
Label: Massacre Records

Warpath scheinen ja schon ein bisschen zum alten Eisen zu gehören, wenn man sich die Diskografie so anschaut; immerhin erschien die Debütscheibe „When War Begins… Truth Disappears“ bereits im fernen Jahre 1992, wenngleich der Titel derzeit (wieder) traurige Aktualität erlangt hat. Mit „Disharmonic Revelations“ steht nunmehr Album Nummer sieben zum Rotieren und Headbangen bereit und bietet harschen, vielleicht an den Rändern etwas stumpfen, aber dank Dirks rock‘n‘rolligem Organ durchaus nicht klischeehaften Thrash Metal, bei dem die Nackenmuskeln schon mal ordentlich strapaziert werden.

Dass Warpath gitarrentechnisch auf zwei Exemplare aufgestockt haben, tut der Sounddichte sicherlich gut; außerdem wohlwollend aufnehmen kann man die Ausflüge in New Yorker-Hardcore-Gefilde, was gleich schon beim flotten Opener „The Last One“ unter Beweis gestellt wird. Durchaus wird man da mal an die Kollegen von Black Flag erinnert, die genauso wenig für diskretes Auftreten stehen wie die Warpathler.

Kurzfristig wird es dann ein bisschen eintönig, wobei sich die Truppe durchaus Mühe gibt, das Tempo so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Fast aus Versehen kommen da auch schon mal richtige Ohrwürmer wie das räudige „Parasite“ bei raus, das vor allem im Refrain sicherlich nicht nur in bierseliger Runde zum Mitgrölen auffordert; schnell werden da stimmlich auch mal Erinnerungen an den almighty Lemmy wach, was vor allem am heiseren Organ des Fronters liegen mag.

Gerade instrumental hauen Warpath dem geneigten Hörer immer wieder die Hardcore-Keule um die Ohren, da stellt auch „Visions And Reality“ keine Ausnahme dar, bei dem vor allem das tighte Schlagzeug und die düster-griffigen Gitarren ihr Übriges tun, um den Song von der übrigen Playlist herausstechen zu lassen. Da nochmal mit flirrenden Metalgitarren gegenzusteuern ist definitiv ein cleverer Schachzug, den Warpath wie selbstverständlich wirken lassen. Klasse auch das saustarke „MMXX“, wobei es die als Bonus Track angehängte „Alternative Version“ meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte – da wird ordentlich zäh gegroovt und auch nicht mit sozialkritischer Thematik gespart, all das garniert mit einem deftigen Chorus.

Mit ihrer Mischung aus Thrash und Hardcore-Punk hauen Warpath schon ziemlich zielsicher in eine Kerbe, die nicht nur moshbar, sondern auch bangbar ausfällt und zudem noch sozialkritische Momente parat hat, die man im ersten Moment von der Truppe gar nicht unbedingt in diesem Ausmaß erwartet hätte – insofern können die Hamburger sich schon mal gut im musikalischen Gedächtnis verankern. Auf Dauer gerät „Disharmonic Revelations“ einen Ticken zu langwierig, hört man sich aber einige Songs separat an, können diese durchaus punkten. Entsprechend muss die Combo schon auch als Tipp für alle Thrash-Fans genannt werden, die sich auch mal trauen, ein bisschen über den Tellerrand hinaus zu spicken. Alles in allem eine coole, groovelastige Scheibe, die sicherlich nicht zum letzten Mal in der heimischen Anlage rotieren wird.

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