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Warhead: Hour Of Death - Live 2000

Spitzen-Live-Album der länger abstinenten Thrasher
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 79:33
Release: 26.09.2008
Label: Timezone Records

Mensch, was ist das doch für eine geile Band! Schaut man nach dem Genuss der neuen Live-CD „Hour Of Death“ noch einmal auf den Katalog der deutschen Underground-Thrasher zurück, fragt man sich, warum die Osnabrücker im Laufe ihres ersten Karriereabschnitts nie zu Bands wie Kreator aufschließen konnten. Gerade in Midtempo-Regionen hat man sich zu jener Zeit ganz klar an Milles Altenessener Brigade herangepirscht und durchaus konkurrenzfähiges Material an die Fans herangetragen – leider jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Als logische Schlussfolgerung verschwand die Band für längere Zeit in der Versenkung; die Musiker verdienten sich anderweitig ihre Brötchen und Warhead schienen bis auf weiteres Geschichte zu bleiben. Umso überraschender ist daher die Rückkehr der zum Quartett angewachsenen Truppe, die dieser Tage bereits ihr 15-jähriges Jubiläum feiert und daher noch einmal auf ihre bisherigen Glanzleistungen zurückschaut. Mit „Hour Of Death“ folgt nun ein qualitativ sehr hochwertiger Live-Mitschnitt aus dem Jahr 2000, der die Band durch ein 18-teiliges Best-Of-Programm führt und möglicherweise das bisherige Bühnenhighlight der Kriegsköpfe darstellt.

Die Platte beginnt ambitioniert wie eh und je. Nach dem Intro geht es mit ‚Senseless’ und ‚Electrocute!’ schon betont heftig zur Sache, bevor dann mit ‚Blackout’ und ‚The Trial’ zwei der besten Stücke der Band verpulvert werden. ‚A Piece Of Your Flesh’, ‚Into The Light’ und nicht zuletzt ‚Perfect/Infect’ sind die weiteren Highlights einer bissigen, bisweilen erstaunlich aggressiven Show, die den Kreator-Vergleich ein weiteres Mal rechtfertigen.

Die Bedingungen sind zudem richtig gut: Der Sound ist rau, aber dennoch druckvoll, oder um es klischeehaft zu formulieren: Genau das, was man von einer Thrash-Show erwartet. Die Live-Atmosphäre ist prächtig eingefangen, die Balance zwischen Gitarren. Rhythmus-Abteilung und Gesang sehr professionell produziert, und von Overdubs ist erstmal auch nix zu spüren. Das alles macht „Hour Of Death – Live 2000“ zu einer würdigen Live-Retrospektive mit üppiger Songauswahl, feinstem Klang und schlicht und einfach gutem, powervollem Thrash Metal. Und da Warhead mittlerweile klotzen dürfen, haben Käufer der Scheibe noch ein Vorrecht auf ordentlichen Download-Content. 12 weitere Stücke warten im Warhead Media Pool darauf, von den treuen Anhängern gezogen werden. Wenn das mal, neben den 18 Live-Songs, nicht Value for Money ist…!

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