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War From A Harlots Mouth: In Shoals

Wüst, wüster, War From A Harlots Mouth.
Wertung: 6.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 36:13
Release: 27.04.2009
Label: Lifeforce Records

„In Shoals“ nennt sich der zweite Langspieler der Berliner Truppe War From A Harlots Mouth und der Name spricht Bände. Denn die fünf Jungs gehören auch zu dem schierem Schwarm an Metalcore-Bands, welche in den letzten Jahren von trendbewussten Plattenfirmen unter Vertrag genommen wurden. Mit ihrem Debüt „Transmetropolitan“ konnten sie sich aber durchaus von der Masse abheben, wobei sie durch extreme, dem Math Metal entlehnte, rhythmische Verpieltheit und einer Kompromisslosigkeit, wie sie sonst dem Todmetall zugeschrieben wird, auffallen konnten. Es soll nun also noch einer drauf gesetzt werden.

Nach wenigen Minuten und dem ersten Song „They Come In Shoals“ ist klar, was einen hier erwartet, hammerharte Breakdowns und verschachtelte Rhythmen, gepaart mit messerscharfen Vocals und chaotischen Songstrukturen. So weit, so gut, doch gibt es leider keinerlei Abwechslung bis zur Halbzeit des Albums, dann jedoch eine, die sich gewaschen hat. Der Song „Justice From The Lips Of The Highest Bidder“ könnte glatt als Lounge-Jazz durchgehen, wäre da nicht der hyperaktive Schlagzeuger. Nach der kurzen Sternstunde geht’s auch deutlich besser weiter als in der ersten Hälfte des Albums, mit „The Certain Nothing“ bieten die Jungs hier einen richtig abwechslungsreichen Track der auch ruhigere Passagen zu bieten hat und sogar mal Leads und Melodien der Gitarren.

Auch die nächsten Lieder behalten die progressiven Elemente bei und bringen durch den krassen Wechsel zwischen chaotischer Brutatlität und durchdachten Ruhepausen sogar richtig Spaß. Abgeschlossen wird das Album dann vom über acht Minuten langen „Scully“, der mit Abstand beste Song des Albums, welcher es mit zahlreichen Wechseln, stampfenden Midtempo-Attacken und einem richtig guten Spannungsbogen schafft, eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Da fragt man sich doch, warum nicht gleich so? Insgesamt fehlen dem Album nämlich die tragenden Riffs und eine einschneidende Melodieführung, wobei wohl anzunehmen ist, dass das auch so gewollt ist.

„In Shoals“ bleibt somit absolute Geschmackssache, denn War From A Harlots Mouth bleiben weiterhin auf brutalste Weise kompromisslos. Die Jazz-Elemente verleihen den Jungs zwar ein gewisses Maß an Originalität, das kopflose Rumgestampfe und die vielen Breakdowns sind im Gegensatz dazu aber wenig originell. Luft nach oben gibt’s noch mehr als genug, 6.5 Punkte.

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