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War For War: Kovy Odjinud

Braucht man nicht wirklich
Wertung: 1/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 52:9
Release: 17.12.2007
Label: Naga Productions

Zum einen sind oder viel mehr können Soloprojekte etwas ganz Wundervolles sein und sich unvergesslich machen beim Hörer. Dieses hier, War For War genannt, besteht aus Lord Morbivod, der auch bei Trollech, Stiny Plamenu, Umbrtka und auch Quercus mitmischt. In seinem Projekt will der Pilsener den Massen seinen Black Metal mit progressiver Schlagseite nahebringen. Neben schnellen Parts finden sich in den Kompositionen des Pilseners immer wieder ruhige Einschübe. Das Ganze wird präsentiert in tschechischer Sprache, was es mir unmöglich macht, an dieser Stelle etwas zu den Songtexten zu sagen.

Was den Black Metal-Faktor auf dieser Scheibe angeht, so fühle ich mich beim Durchlauf der Songs nun so gar nicht angetörnt. Zwar sind Keyboardteppiche vorhanden, doch diese vermögen es leider Gottes nicht, eine black-metal-typische Stimmung zu erzeugen. In den ersten beiden Stücken des Albums bietet man Kost, die der Hörer sicherlich schon etliche Male irgendwo anders in besserer Ausstattung vor den Bug geknallt bekommen hat. Ein lauer Einstieg in das Album …Man möge es mir verzeihen, aber das Gitarrengeklimper in Song 3 nervt sogar recht heftig. Und erst die Synthies in „Scientia“ … grottig, ehrlich! Im weiteren Verlauf versickert dann auch dieser Song wieder im Nichts der Belanglosigkeit.

Was ist das da eingangs des fünften Stückes? Ein PC-generierter Chor? Wah, mir kräuseln sich die Zehennägel! Des Lord´s Stimme wirkt hier wie übelst heiser. Dieses Stück ist völlig daneben. So daneben, dass die Frage in meinem Kopf hervordämmert, wie lange es denn überhaupt noch dauert, bis es endlich zu Ende ist…Im folgenden Stück wird das Tempo forciert und es kommt so etwas auf, was man in Richtung des typischen Black Metal-Feelings einstufen könnte. Obwohl ich mich freue, dass dieser Song seit Beginn der CD noch am ehesten nach Black Metal klingt, macht es mich im gleichen Moment ein wenig traurig, dass auch hier wieder mit innovativem Songwriting extrem spartanisch umgegangen wurde.

Diese Synthies eingangs des Titeltracks sind echt grausam. Wie kommt man auf die Idee, so etwas ernsthaft zu intonieren? Danach ist dieser Song der schwarzmetallischen Tradition treu, bietet allerdings auch nichts, was mich aufhorchen lässt. Und zu allem Übel ist auch dieser Song wieder extrem lang …Das Master´s Hammer Cover „Vykoupení” kann man sich dann zum Schluss dann auch schenken, denn zu der Zeit kommt das Ganze alles nur noch langatmig, nervig und überflüssig rüber. Es kann sogar sein, dass es den ein oder anderen von Euch ermüdet.

Wie eingangs schon gesagt, gibt es Soloprojekte, die verzaubern, gefangen nehmen und einfach mit sich hinfort reißen. Als bestes Beispiel gilt hier die jüngst veröffentlichte „Vikingtid Og Anarki“ des genialen Masterminds SorgSvart. Doch auch solch geniale Meilensteine sind es dann auch, die eine Schwemme ebensolcher Scheiben hervorrufen, da plötzlich alle möglichen Leute meinen, auch so etwas zustande bringen zu können. Dem ist aber mitnichten so. Die Songs haben einen verdammt hohen Langweiligkeitsfaktor. Man meint, dass es hinter der sprichwörtlichen nächsten Kurve besser wird, aber es geht konstant weiter, und zwar genau so, wie es begonnen hat – langweilig, innovationsarm und überflüssig.

Fazit: Soll Lord Morbivod doch lieber bei Trollech sein Bestes an der Gitarre geben und so gute Gigs hinlegen wie zuletzt gesehen, als die Jungs zusammen mit Thrudvangar auf Tour waren. Nee danke, da lob ich mir den genialen Norweger, den ich oben schon erwähnt habe und weiß ihn fortan umso mehr zu schätzen.

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