Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Walls Of Jericho: The Bound Feed The Gagged

Lediglich Die-Hard-Anhängern und absoluten Lärmfetischisten zu empfehlen
Wertung: 99/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 22:37
Release: 16.11.2007
Label: Trustkill / SPV

Nachdem mich die letzten beiden Scheiben „All Hail The Dead“ (2004) und „With Devils Amongst Us All“ (2006) von Walls Of Jericho doch sehr überzeugen konnten, freute ich mich umso mehr auf die Wiederveröffentlichung des 1999 bzw. 2000 erschienenen und mir bis dato unbekannten Albums „The Bound Feed The Gagged“. Wer die Band bislang nicht kennen sollte, dem sei gesagt, dass es hier ordentlich zur Sache geht. Euch erwartet eine unheimlich aggressive Mischung aus Hardcore und Metalcore, wobei die Hardcore – Elemente doch weit im Vordergrund stehen. Geschmackssache dürfte allerdings der extreme Gesang der Frontfrau sein, den manch ein Purist wohl eher ablehnen dürfte, meiner Auffassung nach aber ganz weit vorne mitspielt. Allerdings ist es auch nicht zu überhören, dass die Band auf „The Bound Feed The Gagged“ noch nicht ansatzweise auf dem Niveau spielt, welches sie seit „All Hail The Dead“ innehat.

Sicherlich ist „The Bound Feed The Gagged“ kein gänzlich katastrophales Album und einige Freunde des extremen Metals können hieran sicherlich ihre Freude haben, aber ganz objektiv betrachtet, ist dieses Album doch relativ weit von eventuellen Bestnoten entfernt. Walls Of Jericho prügeln sich zwar technisch sauber durch die elf Songs des Albums, hängen bleibt allerdings nur sehr wenig. Eine Ursache hierfür dürfte definitiv die sehr kurze Spielzeit der Songs und somit auch des Albums sein.

Nach nicht einmal fünf Minuten hat man bereits „Playing Soldier Again“, „Home Is Where The Heart Is“ und „Changing Times“ hinter sich gelassen und wenn man nicht ganz genau aufpasst, wird man dies kaum bemerken. Die drei Songs haben zwar nette Passagen, zu welchen man auch gut die Matte kreisen lassen kann, aber weisen zugleich erhebliche Defizite auf. Dabei fällt neben der mangelnden Abwechslung vor allem die völlige Strukturfreiheit negativ auf. Hier werden einfach verwirrende Passagen völlig willkürlich aneinander gereiht und zwar dermaßen willkürlich, dass man von Songs kaum noch sprechen möchte. Der Geschwindigkeits- und Taktwechselwahn zerrt dann nicht nur mächtig an den Nerven, sondern prügelt den Hörer ab einer gewissen Zeit in ein fast irreversibel erscheinendes Koma der Langeweile.

Leider ändert sich dies über die gesamte Spielzeit des Albums so gut wie überhaupt nicht, weshalb man sich eine einzelne Betrachtung der restlichen Songs wirklich sparen kann. Ganz nett sind zwar „Misanthropy“ und das ruhige, von Akustikgitarren und der (ebenfalls existierenden) Engelsstimme von Candace Kucsulain getragene „Angel“ ausgefallen, wirklich überragende Songs klingen aber irgendwie anders. Hinzu kommt ein streckenweise wirklich schwacher Sound, an welchem man doch deutlich das fortgeschrittene Alter von „The Bound Feed The Gagged“ merkt.

Fazit: Die Neuauflage von „The Bound Feed The Gagged“ ist lediglich Die – Hard Walls Of Jericho – Anhängern und absoluten Lärmfetischisten zu empfehlen. Alle anderen sind mit „All Hail The Dead“ und besonders „With Devils Amongst Us All“ besser beraten, denn diese Alben zeigen, was die Band eigentlich drauf hat.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging