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Vreid: V

Ein schwarzmetallisches Schmuckstück
Wertung: 8.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 48:36
Release: 07.02.2011
Label: Indie Recordings

Die aus den legendären Windir hervorgegangenen Vreid legen mit „V“ ihr nunmehr fünftes Album vor. Hält sich das Cover noch recht unspektakulär, so ist der Inhalt aber umso aufregender. Zwei Jahre sind seit dem Release von „Milorg“, der letzten Vreid–Scheibe, vergangen. Die Veröffentlichung der Live-DVD „Vreid Goddamnit“ ist sogar erst ein paar Monate her. Äußerlich hat sich seit „Milorg“ auch etwas geändert: Die Schwarzmetaller haben einen neuen Mann an der Gitarre. So neu ist der allerdings gar nicht, denn Strom, so das Pseudonym des Saitenzupfers, ist schon seit den Windirzeiten mit den anderen bekannt.

Thematisch befassen sich die Norweger mit Geschichte im Allgemeinen und mit der norwegischen Geschichte im Besonderen. So zählen zum Beispiel der Forscher Munch und der Literat Hamsun zu den Gedankenvätern der Gruppe.   

Musikalisch stellen sich Vreid etwas breiter auf als auf „Milorg“. Man kann den Black Metal natürlich nicht überhören, doch blitzen hier und da auch Elemente des Siebziger Jahre Rock hervor. Auch Elemente aus dem Heavy Metal und Black Metal der Achtziger und Neunziger Jahre sind mit verarbeitet, der Umfang der Verwendung dieser Stilmittel ist allerdings relativ gering.

„V“ wurde von Bassist Hváll selbst aufgenommen. Die Location waren seine 1184 Studios in Oslo. Dem Album wurde ein sehr druckvolles und recht klares Gewand angezogen. Die Produktion ist recht fett und klingt nicht steril. Der druckvolle Bass ist klar definiert, die Mitten sind sauber und die Höhen brillant. Das Schlagzeug klingt rein, die Gitarren sind klar und deutlich voneinander zu unterscheiden und der Gesang ist im Vordergrund, aber nicht überpräsent. Das Album erklingt in einem düsteren, wütenden Sound.   

Das Songwriting auf „V“ ist recht komplex und manchmal auch verstörend und unvorhersehbar. Die neun Lieder sind allesamt ausgereift und wirken sehr durchdacht. Stellenweise klingt das Ganze aber etwas zu geplant und zu überlegt. Die Spontaneität fehlt manchmal etwas und ein paar mehr Überraschungsmomente hätten der CD schon noch gut getan. Nichtsdestotrotz haben Vreid ein sehr gut hörbares Album auf den Tisch gelegt, das auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Um sich einen Eindruck über die CD zu verschaffen sollte man sich den Opener „Arche“ oder auch das zehneinhalb Minuten lange „The Others & The Look“ anhören. Beide Titel repräsentieren die Bandbreite der Musik, die auf „V“ gespielt wird. Von wunderbar arrangierten Gitarren über ansprechende Songstrukturen und ausgereifte Gesangsparts ist hier alles verbaut, was ein guter Song braucht.

Mit „V“ legen die Norweger ein ansprechendes, facettenreiches Album vor, das so schnell niemandem langweilig werden dürfte. Hier paart sich düsterer Black Metal mit fein gesponnenen Melodiebögen und abwechslungsreichem Gesang. Heraus kommt eine CD die für jeden interessant ist, der auf Black Metal im modernen Gewand und anspruchsvolles Songwriting steht. Auch Fans von Vintersorg und ähnlichem könnten hier durchaus auf ihre Kosten kommen. 

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