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Vreid: Pitch Black Brigade

Die Pitch Black Brigade kann vernünftig zuschlagen
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 42:32
Release: 28.04.2006
Label: Tabu Recordings

Genau genommen sind Vreid die Überbleibsel von Windir. Nach dem Tod von Walfar gaben Vreid ihr Debüt mit dem Album „Kraft“, was stilistisch zwar an Windir erinnerte , allerdings schon einige rockigere Elemente beinhaltete. Mit „Pitch Black Brigade” gehen Sture (Guitars/Vocals), Hváll (Bass) und Steingrim (Drums) genau diesen Weg weiter.

Denn auf „Pitch Black Brigade“ wird trotz der eigentlichen Stilrichtung Black Metal ordentlich gerockt. Die Songs haben stellenweise das typische Black Metal Drum-Gewitter, allerdings gepaart mit ruhigen Passagen, tollen Melodieläufen und natürlich rockigen Parts. Das macht aus der ganzen Sache eine recht abwechslungsreiche Scheibe, die man sich auch bis zum Schluss anhören möchte. Die Produktion ist - wie es sich für Musik aus dem Norden gehört - recht frostig, dennoch kann sie sich sehr gut hören lassen. Sie ist zwar nicht so druckvoll wie z.B. bei Dimmu Borgir, aber dafür gezielt und klar. Die Drums, vor allem die Double-Bass, kommen gut heraus und auch die Stimme Stures kommt gut zur Geltung.

Was mir an diesem Album gefällt, ist die Art, wie Vreid diese rockigen Elemente mit dem Black Metal verbinden. Allein der Opener „Da Draumen Rakna“ hat zu Beginn ein Riff, das mich von der Art ein wenig an „Cthulu“ von The Vision Bleak erinnert, überhaupt ist der Song sehr abwechslungsreich. Dann kommen mit „Left To Hate“ und dem Titeltrack die Nummern, die sehr rockig sind; die eigene Bezeichnung der Band Black´n´Roll passt hier wie der Schneesturm zu Immortal. Bei „The Red Smell“ wird zu beginn ziemlich gebolzt, dann aber wieder aufgelockert, u.a. durch cleane Gitarrenparts. Beim darauf folgenden „Hengebjörki“ habe ich dann erst mal gestutzt. Denn in den ersten beiden Minuten bekommt man etwas zu hören, das mich irgendwie an den Soundtrack von Akte-X erinnert, doch dann entwickelt sich der Song zum epischsten vom ganzen Album. Gekonnt eingesetzte Melodien sowie ein kleiner Chor gegen Ende machen aus dem 9minütigen Song einen echten Hingucker. Leider kann „Our Battle“ dieses Niveau dann nicht mehr halten und verblasst ein wenig gegen den vorigen Track. Bei „Hang ´Em All“ wird dann noch mal das Tempo angezogen. Cooler Song, doch leider wird das Album mit einem recht unspektakulären Track beendet. Es passiert zwar viel in „Eit Kapittel For Seg Sjolv“, heulender Wind, cleane Gitarren, dann ein bisschen Geschraddel und dann wieder Windheulen... aber eine wirkliche Wirkung als eigener Song hat er leider nicht. Er ist zu lang, um seine Wirkung zu erzielen.

Ich kenne leider das Debüt dieser Band nicht, um einen direkten Vergleich aufzustellen, aber Vreid bieten einem auf „Pitch Black Brigade“ eine tolle Prise Black´n´Roll. Zwar gibt es kleine Durchhänger, aber dafür macht der Rest der Songs einfach Spaß. Egal ob rockige Songs wie „Left To Hate“ oder die leicht epischen wie „Hengebjorki“, Vreid schaffen es, die Tracks weitgehend durchdacht und interessant zu gestalten, mal im Midtempo, mal im Uptempo, auch die Melodie kommt nicht zu kurz, was ich bei Black Metal eh sehr schätze. Also auf jeden Fall eine gute Scheibe, und wenn Vreid es schaffen, die kleinen Fehler, die sich eingeschlichen haben, auf ihrer nächsten Platte auszumerzen, sollte einem klasse Album nichts mehr im Weg stehen und die Pitch Black Brigade kann vernünftig zuschlagen.

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