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Vorum: Grim Death Awaits

Überzeugende MCD, die hohe Erwartungen an das Debütalbum schürt
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 20:08
Release: 08.04.2009
Label: Woodcut Records

Dieses Trio aus Finnland wurde 2006 gegründet und hat sich dem Death Metal amerikanischer Prägung verschrieben. Ganz eindeutig beziehen Vorum ihre Inspiration von Bands wie Cannibal Corpse, Deicide oder auch Nile – von der melodischen Göteborg-Schule ist hier trotz der Nachbarschaft zu Schweden eher wenig zu hören.

Zwar agieren Vorum nicht ganz so technisch wie die eben genannten Formationen, doch liegt der Fokus klar auf brutalen, Arsch tretenden Riffs, die dem Hörer meist in Form von Hochgeschwindigkeitssalven um die Ohren gehauen werden. Und dabei ist der Opener „They Are The Dead“ noch in äußerst zähflüssigem Tempo gehalten, was den Track allerdings nur um so böser erscheinen lässt und die Spannung auf das zu Erwartende noch steigert. Eine fast schon Doom-Metal-artige Dampfwalze, die zum ersten High-Speed-Ausbruch überleitet, der auch gleichzeitig den Titelsong dieser Mini-CD markiert. Für diesen dreiminütigen Kracher gilt dasselbe wie für das restliche Material: Hier werden keine Gefangenen gemacht, es regiert Old-School-Death-Metal durch und durch, wobei die Band trotzdem genug Verstand besitzt, nicht permanent aufs Gaspedal zu treten, sondern – ähnlich wie beim ersten Track – auch hin und wieder die Bremse zu benutzen, Breaks zu setzen und ein paar groovige Midtempo-Riffs, sowie einige hörenswerte Gitarrensoli („Cthonic“) einzubauen, die dem Todesbleigebräu die nötige Abwechslung verleihen. 

So geschehen beim finalen „Eyes Burning Red“, welches fast durchgängig mit böse groovendem Heavy-Riffing aufwartet, oder bei „Through The Throats Of Liars“ und „Obscure Rites“, bei denen zwischen dem Gemetzel einige sehr eingängige, dreckige Death’n’Roll-Riffs zu hören sind. Auf der anderen Seite stehen dann Songs der Marke „Carved In Dead Flesh“, „Cthonic“ und das sehr kurze „Ritual Desecration“, die praktisch durchgängig voll auf die Zwölf gehen.

Keine Frage, Vorum verstehen ihr Handwerk, wissen, wie man bei aller Kompromisslosigkeit und Brutalität Death Metal abwechslungsreich gestaltet, soweit das Genre es zulässt, und es ist absolut nachvollziehbar, wenn es heißt, die Band habe nach ihrer Gründung fast jeden Tag geprobt. Das Songwriting kann sich durchaus hören lassen und schon diese lediglich zwanzigminütige, kurze Mini-CD wurde sehr durchdacht zusammengestellt, da die Songs alle scheinbar ohne Pause ineinander überfließen – hier wurde nichts dem Zufall überlassen.

Momentan sind die Finnen dabei, Songs für ihr erstes Full-Length-Album zu schreiben und nach diesem überzeugenden Vorabtest dürfte dem wohl jeder Old-School-Deather mit Freude und Spannung entgegenfiebern.

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