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Voodoo Gods: Anticipation For Blood Leveled In Darkness

Auch auf Albumlänge erstaunlich lässig
Wertung: 7,5/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal, Heavy Metal
Spielzeit: 39:42
Release: 25.07.2014
Label: Saturnal Records

Voodoo Gods platzten vor gut zwei Jahren als selbstbetitelte “Death Metal Supergroup” ins Business und konnten ganz wider Erwarten mit ihrer EP „Shrunken Heads“ eigentlich recht solide überzeugen. (Ex-)Mitglieder von unter anderem Manowar und Decapitated tummeln sich hier und kredenzen einen Mix aus Death, Thrash und Heavy Metal – wobei letzteres vor allem in Form von Gitarrensoli und weniger im Gesanglichen abgedeckt wird. Den Posten konnten sich nämlich Seth van de Loo (übrigens eigentlich hinter den Fellen heimisch) und Behemoth-Sänger Nergal teilen – und genau hier liegt auch die einschneidenste Veränderung im Vergleich zum Debüt-Full-Length mit dem sperrigen Titel „Anticipation For Blood Leveled In Darkness“: Mittlerweile hat sich der Düsterheimer verabschiedet und dem guten Herrn Corpsegrinder von Cannibal Corpse Platz gemacht. Und Platz braucht der Mann definitiv, denn seine Stimme füllt doch noch einmal ein bisschen mehr Raum als die seines Vorgängers. Nebenbei wurde auch Gitarrist und Sänger Mike Browning entfernt, sodass die Truppe zum Sextett geschrumpft ist.

Trotz seines eigentlichen Schlagzeug-Backgroundes muss man hier nach dem ersten Durchlauf ganz klar Seth van de Loo hoch loben: Der Mann macht seine Arbeit nämlich mehr als ordentlich und stellt sich selbstbewusst neben seinen überaus prominenten neuen Kollegen.

Insgesamt gehen Voodoo Gods ein wenig okkulter vor als auf ihrer EP. Das äußert sich im Album- ebenso wie in diversen Songtiteln (man nehme nur „The Astral Dawn – Devotion To The Great Nebula“) als auch in Tracks wie dem finalen „Article 246“, bei dem sphärische Gitarren neben deftigen Growls und archaischen Percussion-Spuren bestehen, ohne dass sich ein Kulturschock ergeben würde.

Nach einem wie so oft verhältnismäßig unnötigen Intro mit dem malerischen Titel „Return Of The Rainbown Serpent“ wird mit „The Termination Of God“ bitterböser Death mit wunderbar melodischen Gitarren geliefert, der sich vor den Größen der Szene verbeugt und trotzdem eine gewisse Eigenständigkeit besitzt. Damit wäre der erste Anspieltipp im Kasten – auch der Titel des Jahres, „Endeavours Of Syphilic Missionary And His Death – Dawn Of The Voodoo Ostinati“ bekommt das Prädikat „besonders wertvoll“ aufgedrückt, auch wenn ich den Song niemals irgendwo ansagen wollen würde.

An sich kann man keinem Track seine Qualität absprechen, insgesamt leidet natürlich nach ein paar Durchläufen der Enthusiasmus, aber solide gebaut ist das Fundament, auf dem die Scheibe ruht, allemal. „Renaissance Of Retribution“ beispielsweise entpuppt sich als ein wenig spannender Track, der aber technisch immer noch wunderbar gespielt ist – auch hier sammeln die Herren also still und heimlich ihre Pluspünktchen. Da hier auf Albumlänge agiert wird, muss man sich schon zu mindestens sieben Punkten hinreißen lassen.

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