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Voodoma: The Anti Dogma

Überraschende Stilwechsel
Wertung: 7.5/10
Genre: Dark Gothic Rock Metal
Spielzeit: 39:36
Release: 02.01.2009
Label: Eigenproduktion

Die Düsseldorfer Band Voodoma meldet sich zurück. Mit großer Überraschung stelle ich als erstes fest, dass Sänger Micha wieder zurückgekehrt ist. Nach dem großen Split im Anschluss des Debütalbums konnte damit wohl niemand wirklich rechnen, zumal ja nur Mikk übrig geblieben war. Der Rest musizierte unter dem Namen Prayer`s Eye weiter. 
Nun gut, lassen wir vorerst die Vergangenheit ruhen. Die Band wartet hier mit einem Konzeptalbum auf, welches sich im Gegensatz zum Vorgänger „Reign Of Revolution“ nun in deutlich düstereren Gefilden rumtreibt. Dem einher geht ein deutlich straigteres Rocken.

Der „Prologue“ eröffnet sinnigerweise die CD. Man schafft es, eine etwas beängstigende Stimmung aufkommen zu lassen, ohne in die Kitschecke abzudriften, bevor es dann mit „Another Me“ in die Vollen geht. Ein toller Gothic Rock-Song. Eingängig, wie ein Ohrwurm zu sein hat, brennt sich der Song schnell im Gedächtniszentrum fest. Das war zwar nicht das, was man erwartet hat, denn der Vorgänger war ja nun deutlich metallischer ausgefallen. Trotzdem setzt man hier auch in diesem Genre eine deutliche Duftmarke. Der Song wird speziell durch Michas kräftigen Gesang geprägt.

„My Religion“ wird ebenso rockig von Mikks Keyboards eingestimmt. Nicht schlecht, wobei der Song dann langsam rockend seinen Weg nimmt. Schön eingängig, wenngleich irgendwie auch eher unspektakulär. Es fällt auf, dass die Band sich vielleicht ein wenig zu sehr auf ihren Sänger stützt. Mikk und Stefan sind eigentlich wirklich gute Gitarristen, aber sie geben für meinen Geschmack hier zu sehr das Heft aus der Hand. 

„One Second In Life” versucht dann, härtetechnisch eine gehörige Schippe drauf zu packen, was zwar gelingt, aber insgesamt nicht wirklich gut wirkt. Wolle bearbeitet sein Schlagzeug deutlich ausdrucksstärker und auch Bassist Toni tritt etwas mehr in den Vordergrund. Leider sind die Gitarren eher nur zugegen als wirklich dabei. Die zweite Stimme weiß nicht zu überzeugen und so stechen die Keyboardtöne recht deutlich hervor.

Schön, dass sich das mit „Doomsday Messiah“ dann wieder ändert und man sich am Openersong orientiert. Schon kommt mehr Stimmung auf und man neigt zum verhaltenen Headbangen. Man kann nur hoffen, dass es so weiter geht.
Leider versucht man dann aber, wieder deutlich böser zu wirken und verliert wieder an Boden. „Face The Enemy“ kann da nicht mithalten. 

„Jesus Crime“ beginnt mit einer kräftigen Keyboardattacke. Schönerweise verläuft der Track dann aber beherzt treibend in rockigere Gefilden. Auch wenn Michas Gesang sich hier stellenweise etwas gepresst anhört, gerät der Song zu einem weiteren Highlight, welches auch mal wieder der Tieftonfraktion mehr Dominanz zugesteht. 

„Salvation Calling“ besticht mit seinen klasse Gitarren zu Beginn des Liedes. Schade, dass das nicht immer mal wieder im Song so auftaucht. Man rockt sich recht solide durch die Strophen und hinterlässt keinen schlechten Eindruck
Schön, dass langsam etwas Kontinuität einsetzt, denn „Black Rain“ verfolgt den gleichen Weg. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie würde ich gerne mal den Billy Idol-Song von dieser Besetzung hören, ich glaube das würde richtig gut funktionieren.

„Warchild Lullaby“ wird erstmal vom Schlagzeug angetrieben. Der Bass gesellt sich hinzu, Michas Stimme übernimmt das Kommando und dann dürfen auch die Gitarren mitreden. Leider nicht prägnant genug, um dem Album noch mal einen richtigen Schub zu geben, wobei sich Michas Gesang aber auch irgendwie soundtechnisch ein wenig gedämmt anhört.

„A Question Of Faith“ bildet dann den Schlussstrich unter dem dritten Voodoma-Werk. Mit leicht militärischem Schlagzeugauftakt beginnt man sich ein wenig mehr in Dark Melodic Metal-Gefilden anzusiedeln. Der flotte Song sorgt zwar noch mal für ein positives Zucken einer Augenbraue, verliert sich aber im Gesamtkonzept, auch wenn hier ein tolles Gitarrensolo für wohlwollende Stimmung sorgt.

Fazit. Es fällt schwer, einen direkten Vergleich zwischen dem Vorgänger und „The Anti Dogma“ zu ziehen, zu unterschiedlich ist die Musik geworden. Allein betrachtet sicher ein insgesamt gelungenes Album, welches aber auch ein paar wenige Lowlights enthält. Trotzdem rein punktemäßig eine kleine Steigerung.

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