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Voodoma: Secret Circle

Ordentlich, aber knapp an der Elite vorbei
Wertung: 8/10
Genre: Rock/ Gothic Rock/ Dark Rock
Spielzeit: 43:20
Release: 12.12.2014
Label: Echozone/ Soulfood

Voodoma sind wieder da. Die Düsseldorfer Gothic Rocker holen zum nächsten Schlag aus. Wenn man jetzt dem beigelegten Promozettel glauben schenkt, dann hält man mit dem Silberling das absolute Überalbum in den Händen. Davon wollen wir uns nun überzeugen.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Bevor sich ein Titel verinnerlichen kann, fällt schon die gute Produktion der Scheibe auf. Alles klingt klar, gut arrangiert und es kommen sich keine Instrumente in den Weg. Vor allem die Gitarren wurden aber in ein ganz schön dreckiges Gewand gepackt. Wenn Frank und Mikk in die Saiten hauen, dann klingt das schon richtig fett. Dieser Sound klappt aber nur so gut, weil die Gitarren niemals wirklich schnelle Passagen haben und in der Regel einfach durchgeschrubbt werden. Gerade Viertel im Wechselanschlag, da fühlen sich die beiden Gitarreros am wohlsten. Das ist nicht abwertend gemeint! Das Können zeigen die Klampfer dann während der Soli. Dafür wird aber von dem extrem breiten Sound in eine etwas filigranere Einstellung gewechselt. Das Schlagzeug klingt rockig-fett und treibt die Musik gut vorwärts. Ein möglichst natürlicher Klang gibt der Schießbude einen erdigen Sound.

Auch Basser Euli ist zu hören. Wenn man die Scheibe allerdings auf einer kleinen Heim-Stereo anhört, dann muss man schon genau aufpassen wenn man den Tieftöner raushören will. Zu recht weit im Vordergrund platziert ist Sänger Micha. Allerdings klingt er im Kontrast zu allen anderen Musikern etwas dünn. Ist das Absicht? Keine Ahnung. Dadurch wird seine Gesangsleistung jedoch nicht geschmälert. Mit viel Einsatz und einer guten Portion Pathos schmettert er die Texte ins Mikro.

Das Album sperrt sich zu Beginn etwas. Trotz aller Eingängigkeit mag sich zuerst kein Song so richtig ins Hirn einbrennen. Nach und nach ändert sich das aber immer mehr. Immer klarer wird mit der Zeit aber auch, dass der CD ein wirklicher Hit fehlt. Es befinden sich einige richtig gute Songs auf der Platte und erfreulicherweise gibt es auch keinen Totalausfall, aber der Überflieger fehlt. Mit Songs wie „Faded Memory“ kann man aber dennoch viel Spaß haben.

Dass die Platte auch ganz schön scheppern kann, beweisen Voodoma gleich mit dem folgenden Stück „The Almighty“. Nach dem akustischen Intro wird heftig losgeschrubbt und die Sechszehntel werden gezückt. Dazu kommen noch einige Wechsel des Strickmusters und ein ziemlich geiles Solo. Dieses Lied darf als eines der besten auf der Platte angesehen werden.

Insgesamt kann man den Silberling hoch einordnen. Allerdings hätte die Platte auch ein bisschen mehr Kontrast und einen Sänger vertragen, der mehr Farbe ins Geschehen bringt. Das ist aber nicht neu. Auch vorangegangene Platten der Rocker hatten schon die gleichen Schwächen.

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