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Von Branden: Flammenreich

Black Metal mit sehr vielen Facetten
Wertung: 8,5/10
Genre: Depressive Black Metal / Black Metal
Spielzeit: 46:22
Release: 26.10.2012
Label: Apostasy Records

Als Avantgarde-Black-Metal bezeichnen Von Branden ihren Musikstil selbst. Die Bezeichnung klingt zwar im ersten Moment immer ganz toll, doch gibt es auch so unglaublich viel Schrott, der unter dieser Genrebezeichnung geführt wird. Schon aus diesem Grund sollte man als Fan immer zweimal hinhören, wenn sich eine Band als Avantgarde bezeichnet. Oftmals kann man bestenfalls mit unter Drogen genießbarer Musik rechnen.

Umso erfreulicher ist es, wenn eine Platte mit dieser Bezeichnung auf dem Teller landet und es sich herausstellt, dass auf dieser Langrille richtig gute Musik gebannt ist. Genau das ist bei der neuen Von Branden passiert.  Über die Genrebezeichnung lässt sich streiten, über die Musikqualität nicht. "Flammenreich" entpuppt sich als wesentlich facettenreicher als man auf den ersten Blick vermuten möchte.

Grundlegend handelt es sich bei den acht Liedern auf der CD um Down-Tempo-Black- Metal, nur vereinzelt gibt es auch schnellere Passagen. Die meisten sind ganz klar auf „Monoloque“ zu finden, denn die Nummer ist die einzige mit hohem Tempo auf der Scheibe.  Mit einer Spielzeit von über neun Minuten und durch die Tatsache, dass die Nummer schneller ist als alle anderen, macht sich das Stück zu etwas Besonderem.

Mit dem ersten Stück auf „Flammenreich geben Von Branden eine Marschrichtung vor, der sie bis zum letzten Stück treu bleiben. Eine wirkliche Zuordnung der Musikrichtung ist über die ganze Platte hinweg nicht möglich. Klar, man bewegt sich ganz klar im Black Metal. Wenn man genauer hinsieht, oder besser hört, dann erkennt man schnell, dass weder Depressive-Black-Metal noch Avantgarde-Black-Metal richtig passen. Raushören kann man Elemente von beiden Richtungen. Manchmal überwiegt die experimentelle Seite („Eremite“, „Flammenreich“) und manchmal geht es richtig düster zur Sache. Bestes Beispiel hier ist der Titel „Sehnsucht“.

Was hebt die Band von all den Tausenden anderen Black-Metal-Formationen ab? Zum ersten Sänger Sol, der trotz völlig entstellter Schreierei noch sehr viele Emotionen vermitteln kann. Wenn der Mann dann auch noch clean zu singen beginnt und mit seiner tiefen Stimme eine Art monotonen Sprechgesang zelebriert, dann kann einem schon ein Schauer über den Rücken laufen. Dazu gesellen sich die Gitarrenläufe, die sich nur ganz selten in den Vordergrund drängen, aber immer für die nötige getragene Stimmung sorgen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Sound an sich. Völlig Black Metal unüblich ist dieser nämlich sehr gut und schöpft somit das Potential der Band voll aus.

Black Metaller, die eine volle Tracht Prügel suchen sind hier falsch. Von Branden richten ihre Musik eher an Menschen, die ihre Musik nicht so schnell, dafür aber gerne mit Tiefgang haben möchten. Wer sich mit dieser Beschreibung angesprochen fühlt, der sollte den Silberling nicht verpassen.

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