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Voluntaria & Trauer: Wintersturm Split

Für Depressive-Black-Metal-Fans durchaus interessant
keine Wertung
Genre: Depressive Black Metal
Spielzeit: 41:43
Release: 18.08.2011
Label: Nocturnal Empire Productions

Wenn sich zwei Depressive-Black-Metal-Bands aus deutschen Landen zusammentum, um eine Split-CD einzutrümmern, ist klar, dass das kein Kindergeburtstag wird. Die beiden bayerischen Combos Voluntaria und Trauer haben unter der Nocturnal-Empire-Flagge insgesamt fünf Stücke für die "Wintertraum"-Scheibe bereitgestellt, wobei Trauer hier mit lediglich zwei Stücken ein bisschen den Kürzeren gezogen haben.

Vier Lieder, davon keines unter acht Minuten, plus ein Zwischenstück, und das alles auf knapp 42 Minuten - wer Voluntaria kennt, weiß, dass hier auf Arrangements gesetzt wird, die nicht allzu sehr ins Extreme laufen, während Trauer recht stark in Richtung Depressive Suicide Black Metal à la Lifelover gehen. Man darf also gespannt sein, wie die beiden Combos auf einer Scheibe zusammenpassen werden.

Da die Lieder alle ziemlich lang sind, braucht man seine Zeit, um sich in die einzelnen Stücke reinzuhören. Den Anfang machen hier Voluntaria mit dem fast 13 Minuten langen "Nichtig", das mit Klavierintro und zaghaft gepinseltem Schlagzeug eingeleitet wird. Nach einer Weile kommen dann die Genre-typischen, leicht knarzigen Gitarrenwände dazu, auch der Gesang beziehungsweise die weit entfernt scheinenden, leicht nachhallenden Schreie grenzen die Musik der Band klar ein. Hier findet man wenig Störendes, aber auch noch nichts, was einen komplett von den Socken hauen würde. Solide wäre eine Wort, das einem hier einfällt - der zweite Titel "Leere" startet da schon schwungvoller, Sänger Wintersturm (ja, der Mann heißt wie die CD oder umgekehrt) kreischt irgendwo im Nirgendwo bitter-fiese Texte heraus, aber tatsächlich weiß der Song mehr zu begeistern als sein Vorgänger. Das recht gemütlich Tempo wird ab der Hälfte ein wenig angezogen, ohne aber auch nur annährend in wilde Raserei zu verfallen. Das anderthalbminütige mit "..." betitelte instrumentale Zwischenstück schlägt dann die Brücke zum wesentliche depressiveren Black Metal von Trauer.

Mit dem ersten Track "... durch diese kalte Stille" liegen die Herren mal ganz dezent daneben: Hier passt der Rhythmus irgendwie nicht so richtig, Sänger Neideck versumpft förmlich in lahmen Instrumentals und der flache Sound tut sein Übriges, um den Song durchfallen zu lassen. Es graut einem schon vor dem finalen "Verloren", knappe zehn Minuten lang, bei dem man aber schon bei den ersten Tönen merkt, dass hier vieles anders ist. Ein sehnsüchtiges Klavier wird eingespielt, unterlegt von unruhigen Snares, die verzweifelten, fast schon gequälten Schreie im Hintergrund klingen wie durch eine dichte Nebelwand, alles passt hier zusammen. Gegen Ende wirkt der Track ein klein wenig unrhythmisch, trägt aber immer noch eine ordentliche Stimmung vor sich her.

Fazit: Wer weder Voluntaria noch Trauer kennt und auf depressiven Black Metal steht, sollte in diese Split-CD vielleicht mal reinhören. Zwar können beide Bands nur jeweils zur Hälfte überzeugen, diese beiden Tracks hauen einen dann aber fast um. 

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