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Volumes: The Concept Of Dreaming

Krawall mit Tendenzen zum Wegträumen
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore / Deathcore
Spielzeit: 27:02
Release: 01.03.2010
Label: Eigenproduktion

Es ist faszinierend, wie trotz einer schier unendlich großen Zahl neuer Bands immer wieder talentierte Gruppen hervortreten, die es schaffen, aus althergebrachten Mitteln einen ganz individuellen, neuartigen Sound zu kreieren, den man in dieser Art bei kaum einer anderen Band findet.

Eine dieser Bands, die zumindest das Potential dazu hat, den Hörer mit neuen Klängen zu verzaubern, heißt Volumes und lässt sich grob im Metalcore einordnen. Allein mit dem Track „Intake“ bringt die Band den Hörer sofort dazu, die Ohren zu spitzen: Einige melodische, sehr zarte Gitarrenklänge erzeugen eine stimmungsvolle Atmosphäre, die alsbald an Nachdruck gewinnt, als die verzerrten Gitarren sowie Schlagzeug und Vocals einsetzen. Der Beat ist zwar simpel, groovt aber ohne Ende, die Vocals sind nicht zu aggressiv, aber dennoch angenehm voluminös und emotional – ganz speziell im absolut mitreißenden Refrain, der mit tragenden, extrem harmonischen Gitarren auftrumpft, die einen klasse Kontrast zu den brachialeren Riffs in den Versen bilden.

War die Stimmung bei Songs wie „Intake“ eher sehnsuchtsvoll und verzweifelt, wandelt sich dies in den übrigen Tracks mehr in Richtung Wut und Aggression, sowie düsteren, beklemmenden Melodiebögen, wie man sie bei dem Song „Through The Trees“ findet. Bemerkenswert ist dabei, dass es der Band gelingt, trotz der aggressiveren Stimmung immer ein angemessenes Maß an Melodie in ihre Songs einzubauen, welche den Hörgenuss somit nicht nur auf energetischer Ebene bleiben lässt. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt vermutlich der Song „Two-One“ dar, der noch am meisten auf Melodie verzichtet – zwar finden sich auch hier einige harmonischere Passagen, die allerdings so ausgelegt sind, dass sie die düster gehaltene Stimmung untermalen sollen und nicht – wie beispielsweise beim Opener – dem so mitreißenden, melodischen Aspekt dienen sollen.

„Gateways“ heißt das akustisch gehaltene Instrumental und Outro der EP – scheinbar ist es inzwischen in Mode gekommen ein instrumentales, melodisches Intermezzo auf einer CD unterzubringen – welches für ein angenehmes Ende nach all den brutalen, zwar qualitativ sehr hochwertigen, aber leider nicht allzu abwechslungsreichen Vocals und den schiebenden Riff-Attacken, die bei dem Song „Wormholes“ eindeutig nicht mehr im Metalcore-Bereich einzuordnen sind, sondern schon eher dem Deathcore zuzuweisen sind, sorgt. Die melodischen Ausflüge des Tracks „Wormholes“ sind darüber hinaus erneut äußerst genial geworden und lassen keinen Zweifel mehr aufkommen, dass diese talentierte Band noch großes vor sich hat.

Volumes sind nur noch einen winzigen Schritt davon entfernt, einen Sound zu kreieren, wie es keiner anderen Band zu gelingen scheint. Momentan kann man diese Formation noch einigermaßen mit After The Burial oder Uneven Structure vergleichen, aber auch diese Vergleiche hinken schon deutlich. Alles in allem überzeugt die EP schon enorm – die treibenderen Riffs sind nicht unbedingt neuartig, allerdings mehr als solide, während die zum Träumen einladenden melodischen Parts nochmals weitaus besser und individueller gestaltet sind.

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