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Volkstrott: Spielsucht

"Spielsucht" macht hörsüchtig
Wertung: 9/10
Genre: Folk Rock/Metal
Spielzeit: 17:34
Release: 01.02.2005
Label: Eigenproduktion

"So viel erhofft, so viel versucht, so lang gekämpft, so lang geglaubt." - so beginnt der erste Song "Meine Seele (stirbt heut' Nacht)" von der neuesten Mini-Demo-CD der Berliner Folk Metal-Combo Volkstrott. Und es hat sich gelohnt!

Der Song peitscht sofort nach vorne und bringt den Hörer in die richtige Stimmung. Die eingängige Dudelsackmelodie, das untermalende Spiel der Violine, dazwischen immer wieder der Strophengesang bis es endlich zum perfekten Mitgröhl-Refrain kommt. Auch dieser wieder perfekt instrumentiert. Fazit: Tanzbar und rockig.

Das nächste Lied auf diesem Silberling entpuppt sich als wahres Schmuckstück. Volkstrott wissen mir ihrer Todeskunst zu überzeugen. Neben den wieder einmal wunderschön eingesetzten Instrumenten mit entsprechenden Melodien sticht hier das außerordentlich kreative Drumming heraus. Der leicht verrückte Text ergänzt sich mit der Grundstimmung und dem ruhigen Teil am Ende. Zu erwähnen sei hier, dass die Band bei ihren Live-Auftritten zu diesem Lied immer eine besondere Aktion am Start hat - mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten, erlebt es selbst.

Weiter geht es mit dem härtesten Stück des Outputs: „Liebenswürdig“. Dieses etwas andere Liebeslied besticht durch den Wechsel von härteren, dramatischen Passagen und ruhigeren Stücken. Sehr basslastig kommt das bedrückende "Ein Blick zurück" daher. Hier übernimmt einmal die Geige die Melodie, aber auch harte Gitarrensounds kommen nicht zu kurz. Leider ist dieses klein-morbide Kunststück schon nach gut 2 Minuten beendet.

Das leider schon letzte Stück heißt "Passion du jeu" und ist ein Instrumental, das bei einem Konzert mit guter Qualität aufgenommen wurde. Somit bildet es einen schönen Abschluss der "Spielsucht" und bittet jeden Hörer, sich auf ein Volkstrott-Konzert zu begeben und das Tanzbein zu schwingen.

Bleibt noch etwas zur Produktion und zur Band zu sagen: Volkstrott existieren seit 1999 und sind seit Sommer 2003 in der Besetzung David am Gesang, Benny am Schlagzeug, Micha an der Gitarre, Stefan am Bass, Ina an der Geige und Ronny am Dudelsack unterwegs, um die Berliner von ihren Künsten zu überzeugen. Der Name der Band hat eine längere und sehr interessante Geschichte, die ihr auf ihrer Homepage nachlesen könnt.

„Spielsucht“ wurde in Eigenregie, also ohne Label im Rücken, produziert. Das zeigt in der heutigen Zeit doch eine große Portion Mut, Risikofreude und Spaß an der Musik. Der Sound ist im Gegensatz zur ersten Mini-Demo-CD "Lebenswürdig“ für ein Demo sehr gut. Mit einer Plattenfirma im Rücken wäre das alles natürlich noch sehr viel besser und vielleicht ist es dann auch möglich mal ein komplettes Album aufzunehmen und ein paar Konzerte außerhalb von Berlin zu spielen, um dort neue Volkstrott-Fans zu rekrutieren. Denn in Berlin und Umgebung haben sie mittlerweile einen harten Fankern.

Im Endeffekt bleibt mir nur noch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen. Denn nicht nur die Musik ist super, sondern auch der Preis ist fair (5 Euro pro CD). Hoffen wir, dass Volkstrott nicht so schnell in Therapie gehen und uns ihre Spielsucht noch lange erhalten bleibt. Denn ein Live-Konzert dieser Formation ist immer wieder ein Erlebnis.

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