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Voidhanger: Wrathprayers

Trotz Death-Black-Thrash-Mischung keine Offenbarung
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal, Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 31:46
Release: 25.11.2011
Label: Witching Hour Productions

Voidhanger dürfte hierzulande kein Schwein kennen. Dabei tummelt sich Sänger Warcrimer sogar noch in anderen Bands, unter anderem den Black-Industrial-Metallern Iperyt, die ihrerzeit bei uns mit dem Debüt „No State Of Grace“ entgegen des Albumcovers wenig Staub aufwirblen konnten. Sechs Punkte gab es damals und auch die Vocals stachen damals nicht unbedingt durch knallharte Innovation hervor. Ob der Pole sich bei seinem Thrash-/Death-/Black-Metal-Projekt besser behaupten kann, bleibt abzuwarten.

Wie fast jede polnische Band neuerer Zeit sind auch Voidhanger bei Witching Hour Production verhaftet, der Promozettel ist wie immer beidseitig schön bedrückt, eine Seite Englisch, eine Seite Polnisch. Optisch machen die Herren also schon einmal etwas her. Akustisch zeigt sich das Ganze relativ schnell nach den ersten paar Minuten der knappen halben Stunde Spielzeit.

Der Fast-Titeltrack „Wrathprayer“ (das „s“ hätten sie gerne auch noch ranpappen können, das irritiert nämlich kolossal) startet mit rasanten Gitarren, wie man sich das von einer Blackened-Thrash-Death-Truppe vorstellt. Übrigens macht es ganz und gar keinen Spaß, drei Genres ständig aneinanderzureihen, aber bei der Combo passen leider nun mal alle drei. Der Sound wirkt etwas zu dumpf, da hätte man sicherlich noch einiges rausreißen können, zumal Warcrimer leider nicht mit dem durchschlagendsten Organ der Szene gesegnet ist. Aber wir stehen ja erst am Anfang: Also schauen wir mal, wie das Album sich entwickelt.

Thrashiger geht es da schon bei „Son Of Cain“ zu Werke, zumindest die Gitarren lassen ruhrpöttliche Thrashmania aufkommen, lautstärketechnisch stimmt da aber etwas nicht. Alles ist zu leise abgemischt, da kann man den Regler nach rechts drehen, bis er abfällt. Dann wird zwar das Gesamtbild lauter, die einzelnen Komponenten klingen aber ganz und gar nicht so, wie sie sollen – allen voran ist natürlich wie üblich der Gesang zu leise, aber vielleicht tut sich diesbezüglich im Lauf der Scheibe noch was.

„Daughter Of Filth“ tut erst ganz rasant und prescht erst einmal in nicht-optimalem Sound durch die Boxen, nur um dann in wahnwitzig schnellen Doublebass zu schwelgen und gegen Ende gelassen groovend auszuklingen. Tempowechseltechnisch ist der Track nicht übel und an sich auch instrumental interessant gemacht, als richtig spannend kann man ihn aber irgendwie trotzdem nicht bezeichnen. Keine Ahnung, was genau bei Voidhanger fehlt, aber der viel zitierte Funke springt und springt nicht über.

„The Vampire Of Beuthen“ verführt dann bereits im Intro zu wilder Headbangaction, das Leadriff ist denkbar simpel, aber wirksam gehalten – endlich gibt es mal einen Lichtblick. Allerdings wird das Ganze beim zweiten oder dritten Durchlauf schon wieder monoton – zusätzlich scheint Warcrimer immer eine Spur schneller zu singen beziehungsweise zu keifen, als es die Gitarren rechtfertigen würden, wodurch die Rhythmik irgendwie doch ein wenig holpert. Zu schade ist das, aus dem Song hätte sich vielleicht ein Brecher entwickeln können.

„Carnivorous Lunar Activities“ bietet dann mit Abstand den geilsten Songtitel, der Track selbst rumpelt aber ein wenig ungestüm durchs Blickfeld. Immerhin: Das gute Stück brennt sich allein schon durch die dämonische Gitarre im Refrain ein. Da haben Voidhanger zum Schluss doch noch einen guten Rausschmeißer auf einer sonst sehr mittelprächtigen Scheibe geliefert. Was allerdings der viersekündige nachfolgende Track noch soll, bleibt ein Rätsel.

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