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VNV Nation: Empires

Schaffen hiermit eine wirklich einmalige Atmosphäre
Wertung: 8/10
Genre: Future Pop
Spielzeit: 51:0
Release: 27.10.1999
Label: SPV

Im Jahre 1999 legte die britische Elektro Combo VNV Nation (= Victory not Vengeance Nation) ein durchaus beeindruckendes Album vor, welches man mitunter als Mitbegründung eines neuen Musikgenres verstehen konnte: Nämlich des Future Pop. Das ist eine Mischung aus extrem melodiösen und atmosphärischen Elektrosounds, ohne dabei wirklich düster zu wirken, wie es im Gegensatz zum reinen Dark Elektro oder gar Industrial der Fall ist.

Eingängige Refrains mit anspruchsvollen und nachdenklichen Musiktexten prägten gerade die anfänglichen Future Pop - Tage, welche auch gerne mal ab und an mit etwas härteren Bässen unterlegt sind (der klassische Industrial-Sound lässt in diesem Falle also dann doch wiederum grüßen).

Wie gesagt gelten VNV Nation mit dem vorliegenden Album "Empires" als einer der Mitbegründer dieser Musikrichtung, die durchaus nicht nur in Gothic Clubs große Liebhaber findet (aber wohlgemerkt für den allgemeinen Radiokonsum doch noch immer etwas zu hart und experimentierfreudig ist). Zugleich gilt "Empires" als mit das beste Album der Band um Frontmann und Sänger Ronan Harris.

Bestätigen kann ich diese Aussage insofern, dass uns "Empires" wirklich von Anfang bis Ende der 10 Songs (bei insgesamt 51 Minuten Laufzeit) gekonnt in eine träumerische und atmosphärische Welt entführen kann, die besonders in den ersten 2/3 der Platte sehr stark und abwechslungsreich ist: Angefangen beim atmosphärische Intro "Firstlight", welches uns in die weiten Welten des VNV Nation - Universums einführt, direkt gefolgt von dem eingängigen und absoluten VNV Nation Klassiker "Kingdom" bis hin zum eher treibenden und technoid anmutenden "Rubicon".

Wer aber nun an eine etwaige Verschnaufpause denken mag, liegt gehörig falsch: Mit "Saviour" wird uns ein gewaltiges instrumentales EBM-Kleinod präsentiert, welches im Anschluss vom musikalisch noch deftigeren und textlich sehr sozialkritischen Song "Fragments" gefolgt wird. Danach wird uns aber tatsächlich doch noch eine kleine Atempause gegönnt mit dem sehr ruhigen (fast balladenartigen) "Distant (Rubicon II)".

Danach allerdings flacht das Album meiner Meinung nach doch ein bisschen zu sehr ab: Die Tracks "Standing", "Legion" und "Darkangel" sind zwar durchaus sehr schöne Elektro- und Future Pop Songs geworden (besonders das textlich und musikalisch recht starke "Standing"). Allerdings hören sie sich aber auch fast wieder ZU gleich an, was der Abwechslung der Albums doch ein wenig schadet. Mit "Arclight" werden wir dann aber auch schon wieder sanft aus der utopischen erschaffenen Welt der "Empires" entlassen... Und dies insgesamt mit einem durchaus guten und zufriedenen Gefühl in Leib und Seele.

Fazit: Future Pop, wie man ihn sich im Grunde nur wünschen kann: Schöne und träumerische Melodien, sowie Texte mit Anspruch und Hintergedanken. Und letztendlich auch die Kunst, eine wirklich einmalige Atmosphäre geschaffen zu haben und diese (zumindest über weite Teile das Albums) auch halten zu können.

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