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Visnu: Time For Blood

So cool kann Old School sein
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 14:53
Release: 30.12.2009
Label: Eigenproduktion

Ein Demo auf Kassette zu veröffentlichen, ist sehr gewagt. Was vor 15 Jahren noch Standard war, dürfte heute für einige Wirrungen sorgen. Während die jüngeren wahrscheinlich erst mal Kassette googlen, werden die älteren bewaffnet mit Spiritus und Wattestäbchen verstaubte Tonköpfe reinigen.

Risikofreudig ist diese Art der Vermarktung schon, aber eben auch extrem kultig. Analogsound und Thrash Metal haben schon immer gut zusammen gepasst. Und so ist „Time For Blood“ Thrash Metal pur und sonst nichts. Keine Schnörkel, nur gerade vorwärts peitschende Riffs. 

Schon beim ersten Stück namens „Hailing To Destruction“ beweisen Visnu, dass sie keine Gefangenen machen. Die knorrigen Shouts von Frontmann Canbo und die Riffs der Sechssaiter von Daniel und Phil tun ihr übriges. Hailing To Destruction ist 3:15 Minuten klar strukturierte Power. Die nähe zu Bay-Area-Thrash Bands wie Testament ist nicht zu überhören, stört den Musikgenuss aber keinesfalls.

Mit langen Doublebassparts von Drummer Nicklas wartet „Balisong“ auf. Auch hier erweist sich ein ausgefeiltes Songwriting als wahrer Segen. Mit 4:59 Minuten ist dies auch der längste Track auf dem Tape. Ein sehr interessantes Stück mit doch einigen eingebauten Überraschungen.

„Time for Blood“, der Titelsong der Demokassette ist der midtempolastigste Track des Bandes. Ein richtiger Stampfer mit immer wieder eingestreuten schnellen Passagen. Auch hier ist das Gitarrensolo ganz und gar nicht nervig, sondern eine gelungene Abwechslung, die einen kurz aus dem Riff im Hintergrund reißt. Basser Ed und sein Tieftöner befördern einen aber dann gleich wieder auf die Ränge.

Den Abschluss macht der Titel „Infected“, der wieder kompromissloser ist als die zwei Stücke zuvor und noch einmal dazu einlädt, die Matte kreisen zu lassen.

Für Musikliebhaber, die auf Exodus, Testament oder Possessed stehen, ist „Time for Blood“ durchaus wärmstens zu empfehlen. Doch muss man nicht zwangsläufig Old School Thrasher sein um diesem Tape etwas abgewinnen zu können. Die abwechslungsreichen Stücke dürften auch Fans aus anderen Genres ansprechen.

Das Coverartwork wird wohl nie zu den Top Tausend der je gesehenen gehören. Von dieser Tatsache darf man sich aber nicht täuschen lassen. Das Booklet kann mit den Texten der vier Songs aufwarten und ist übersichtlich strukturiert.  Für eine Eigenproduktion ist „Time For Blood“ ein echt anständiges Werk einer jungen Band. Es bleibt zu hoffen, dass da noch mehr kommt.

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