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Viscera: Cyclops

Mittelmaß pur
Wertung: 5.5/10
Genre: Noise Metal
Spielzeit: 51:7
Release: 12.05.2008
Label: Soulflesh Collector

Hier haben wir mal wieder die bei Rezensenten unbeliebte Kombination aus „völlig unbekannter Band“ und „kein Infoblatt dabei“, was die Arbeit logischerweise nicht gerade erleichtert. Also wird flugs das Internet bemüht, um zumindest ein wenig Informationen über Viscera zu erhalten. Die Band kommt aus Italien und hat bisher lediglich EPs, Split-CDs und Samplerbeiträge veröffentlicht (die erste Veröffentlichung wird auf 2003 datiert). „Cyclops“ stellt nun also ihr Albumdebüt dar.

Musikalisch gibt es beim zwei Minuten langen Opener „Focus: The First Eye“ erstmal direkt was auf die Zwölf, wenn auch sehr unspektakulär. Direkt im Anschluss folgt direkt der längste Song des Albums, der nicht nur um einiges grooviger gehalten ist, sondern auch ruhigen Gesang zu bieten hat. „Keep On Bluesing Through The Stars“ (cooler Titel übrigens) bezieht einige seiner Riffs unüberhörbar von Doom Größen wie den altehrwürdigen Black Sabbath und aus dem Stoner Rock der Marke Kyuss. Der Song wirkt trotz der teilweise vorherrschenden Monotonie keinesfalls langweilig, sondern sehr atmosphärisch. Nur der Kreischgesang sagt mir persönlich nicht sehr zu. Dennoch: Das Lied hat was!

Das heisere Krächzen dominiert auch bei „Iris Overburden“, was wieder an der 10 Minuten Marke kratzt. Im Gegensatz zu seinem toll komponierten Vorgänger wirkt dieses Lied leider etwas gestreckt. Die Hälfte der Länge wäre vielleicht besser gewesen.

Zur Auflockerung haben Viscera ein kurzes Instrumental namens „Shape Of God“ in der Mitte von „Cyclops“ platziert, was aber nicht weiter der Rede wert ist und keine nennenswerten Momente bietet.

„Few Years To Live“ schraubt die Qualitätskurve auch nicht nach oben, sondern bleibt brav im Mittelmaß. Das interessant betitelte „White Flies Might Rule The Earth“ macht seine Sache da schon besser. Der Song ist sehr ruhig und verträumt gehalten und kommt nahezu völlig ohne Gesang aus. Nur am Ende folgt wieder einmal eine kurze Eruption, die den Hörer aus seiner Starre reißt.

„Titan“ soll danach wohl eine Art Outro darstellen – falls man auf acht Minuten lange Outros steht, die sehr leise Gitarren und laute, nichts sagende Töne steht, mag einem das sogar gefallen.

Fazit: Mittelmaß, das keinem weh tut. „Cyclops“ ist einfach da und plätschert....und plätschert... und plätschert so vor sich hin. Bis auf den hörenswerten zweiten Song ist dieses Album einfach nicht der Rede wert. Aber ich glaube, das hatte ich schon erwähnt.

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