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Virulent Blessing: ... as creativity turns into lunacy

Nur wenige gute Ideen
Wertung: 5.5/10
Genre: Progressive Death Metal
Spielzeit: 31:43
Release: 12.10.2007
Label: Soulflesh Collector

Und weiter geht es mit den Veröffentlichungen vom Label Soulflesh Collector. Wie ihre Labelkollegen Unborn Suffer spielen auch die Finnen Death Metal, sind aber etwas besser, weil sie aus der Masse herausstechen. Das mag daran liegen, dass „...As Creativitiy Turns Into Lunacy“ erst ihr zweites Album und die Band dementsprechend hungriger ist oder daran, dass die Musik um Eigenständigkeit bemüht ist. Virulent Blessing selber bezeichnen das als „Experimental Death Metal“.

Der Opener „Beta“ untermauert diese Behauptung. Schließlich baut die Band in die rasante Death Metal Abfahrt mehrere ruhige Momente ein. Tja, Opeth hinterlassen anscheinend überall ihre Spuren. Bei „Beta“ wirkt die Musik aber extrem konstruiert und ergibt, zumindest in meinen Ohren, nicht den geringsten Sinn. Diese Vermischung klingt eher danach, als ob die Band hier etwas versucht, was sie nicht kann.

Besser, weil homogener, ist „Carnal Mind“ gelungen, das zwar immer noch einen eintönigen, sehr tiefen Gesang hat, aber zeigt, was die Band eigentlich ausdrücken will. Speziell im Mittelteil haben sich die Finnen einige wirklich tolle, progressive Melodien aus dem Ärmel geschüttelt, mit denen man nach dem misslungenen Opener nicht mehr rechnen würde.

Und die Steigerung geht weiter! „Animalside“ ist etwas schneller und punktet vor allem durch die psychedelischen Soli. Ein wirklicher Hit ist das Lied zwar auch nicht, aber die Platte steigert sich hörbar. Das (ruhige) Instrumental „Childhood“ unterstreicht diese Behauptung, nur um diese mit „Alchemist“ wieder Lügen zu strafen. Mehr als einmal ertappt sich der Hörer dabei, dass man die Musik einfach an sich vorbeiziehen lässt und sie gar nicht richtig registriert, was wohl das Schlimmste ist, was man über Musik sagen kann. Zündende Momente sind auf „...As Lunacy Turns Into Creativity“ einfach Mangelware, weil das Album auch danach gemütlich seinem Ende entgegen plätschert.

Fazit: Die Band bemüht sich, ihr fehlen aber die Ideen, die einfach „Klick“ machen. An ihrem Songschreibertalenten müssen die Jungs offensichtlich noch ein wenig feilen. Zwei ganz gute Songs, die man auch unter „ferner liefen“ einordnen kann, sind nicht die Welt. Aber eventuell brauchen Virulent Blessing noch ein wenig mehr Zeit.

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