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Violet Gibson: American Circus

Gut, aber verbesserungsfähig
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal/ Hard Rock
Spielzeit: 49:08
Release: 03.12.2012
Label: Casket Records / Scratch The Surface

Mit „American Circus“ bringen die Italiener Violet Gibson ihr erstes Album auf den Markt. Und - siehe da – es ist keine Prog-Metal-Platte. Es geschehen also noch Zeichen und Wunder. Nein, natürlich muss nicht jede Band aus dem Land des Stiefels automatisch progressive Musik machen, aber die Dichte in Italien scheint wirklich deutlich höher zu sein als beispielsweise bei uns in Deutschland. Violet Gibson haben sich dem klassischen Heavy Metal und dem Hard Rock verschrieben. Da gibt es griffige Power-Chord-Riffs, große Melodiebögen und kernige Vocals genauso wie balladeske Nummern und ruhige Momente, die zum Träumen einladen oder zum Nachdenken anregen.

Der Einstieg in die Platte ist rockig flott gehalten. „Go Ahead“ ist eine Up-Tempo Nummer mit einer schönen, eingängigen Struktur. Schön hörbar, aber nichts besonderes. Das kann man auch über die beiden nächsten Lieder sagen, wobei „Original Sinner“ schon Potential hat und sich länger im Kopf festsetzen kann. Vor allem der Refrain hat ein gewisses Mitsingpotential.

Der krasse Bruch kommt mit „She Feels Alive“. Das Stück kann man ganz klar den Powerballaden zuordnen und es nimmt auch viel Fahrt aus dem Album. Dabei ist der Song nicht schlecht, aber er bremst eben ungemein. Eine Covernummer, die für Diskussionen sorgen dürfte, dreht das Tempo wieder hoch. „Superstition“, im Original von Stevie Wonder, wurde ganz schön aufgepeppt und verrockt. Freunde der Originalversion werden wahrscheinlich erschrecken, aber die Nummer hat schon was. Der griffige Gitarrensound geht schon gut ab. Der Gesang hängt dem Original allerdings um Längen hinterher. Trotzdem ist der Song interessant und gelungen.

Mit Titel Nummer fünf fällt die Platte ab. Die Lieder verlieren zunehmends an Reiz. Grundlegend sind die Stücke zwar alle ganz gut, aber sie unterscheiden sich nur mehr wenig und auch das Album wird dadurch etwas unsichtbar. Nur schwer kann man die Lieder als Violet Gibson-Werke identifizieren. Oftmals könnte jede x-beliebige Hard-Rock-Band als Urheber durchgehen. Die Ballade „Forget About The Rain“ und der Titel „I Wish I Could“ heben sich noch einmal positiv ab. Die Ballade zeichnet sich durch eine tolle Melodiensammlung aus und „I Wish I Could“ wartet mit einem fetten Riff auf.

Am Sound darf man nicht meckern. Mit viel Power drücken die Riffs aus den Lautsprechern und die Drums donnern auch schön durch die Räumlichkeiten. Der Gesang ist etwas dominant. Das passt aber ganz gut zur Art der Musik. Insgesamt macht der Sound einen sehr schön abgestimmten Eindruck. Selbst während der Balladen verliert der Klang nicht an Druck.

Fans kräftiger Rockmusik sind bei Violet Gibson richtig. Gute Riffs paaren sich mit solider Schlagzeugarbeit und einem guten Sänger. Die ganze Platte am Stück zu hören ist aber anstrengend. Zu wenig Abwechslung sorgt dafür, dass der Zuhörer die Aufmerksamkeit auf die Musik gerichtet hält.

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Am Ende des Tages muss eine Band wachsen, mit sich selber, mit seinen Aufgaben, mit den Zielen und mit der Erfahrung…