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Violated: Only Death Awaits

Ordentliches Debüt einer Old-School-Thrash spielenden Band
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 28:25
Release: 18.12.2009
Label: Duplicate Records

Im Prinzip reicht schon ein Blick aufs Albumcover von „Only Death Awaits“ und man weiß, mit welcher Musikrichtung man es bei Violated zu tun hat – allein die Schrift, in der das Bandlogo gehalten ist, lässt eigentlich keinen Zweifel zu: Hier wird Thrash Metal der alten Schule zelebriert und damit der Beweis geliefert, dass aus Norwegen nicht ausschließlich Black Metal kommen muss.

Es existiert zwar auch noch eine an Children Of Bodom erinnernde Melodic-Death-Metal-Band aus Schweden unter dem gleichen Namen, doch wem das Cover als Überzeugung nicht ausreicht, dass diese Gruppe nicht gemeint ist, wird spätestens, wenn die ersten Töne des Openers „Out Of Focus“ erklingen, eines Besseren belehrt: Schneidende, schädelspaltende und präzise vorgetragene Gitarrenriffs, begleitet vom sowohl leicht heiser, als auch schön dreckig und rotzig tönenden Organ von Hans Wik, der außerdem noch den Viersaiter bedient, donnern aus den Boxen und fordern sogleich ohne Gnade zum Headbangen auf.   

Das Gute an dieser vierminütigen Zerstörungsorgie ist vor allem, dass man bei aller Brachialität auch auf intelligent eingebaute Rhythmuswechsel setzt und mit einem virtuosen Gitarrensolo außerdem zeigt, was man technisch auf der Pfanne hat. Violated haben sich also sowohl in songschreiberischer Hinsicht, als auch in Bezug auf handwerkliches Können einiges von ihren offensichtlichen Vorbildern aus der Bay Area abgeschaut – gut so!

Für die meisten der folgenden Tracks gilt allerdings dasselbe. Und die Stücke machen nicht nur Spaß und beinhalten gelungene Tempo- und Rhythmusvariationen, sondern weisen auch immer mal wieder melodische Momente auf, wie beispielsweise im Chorus des nach dem doch sehr flotten Eröffnungstrack insgesamt ein wenig mehr im Midtempo angesiedelten „Lack Of Empathy“ oder im ganz starken „What You Give Is What You Get“ zu hören ist, welches neben einem coolen Mainriff vor allem durch einen glänzend aufgebauten Mittelpart zu punkten vermag.

Ein weiteres Highlight ist sicherlich auch das alles platt walzende „No Chance In Hell“, dessen Refrain – welcher mir bestens zum Mitgrölen auf Konzerten geeignet scheint – Wik mit leichten Hardcore-Anleihen herausbrüllt, und besondere Aufmerksamkeit verdient sicherlich ebenso das inmitten des Gemetzels völlig überraschend anmutende „Apokalupsis Eschaton“, ein einminütiges akustisches Zwischenstück, das als eine Art Überleitung zum an letzter Stelle stehenden Titeltrack, bei dem dann noch einmal kräftig die Nackenmuskeln malträtiert werden dürfen, fungiert.

„Vengeance Of Time“ und „Human Illusion“ können mich zwar nicht vollends überzeugen und insgesamt hätten ein paar mehr prägnante Hooks sicherlich nicht geschadet, aber für ein Debütalbum haben Violated recht ordentliche Arbeit geleistet, zudem ist das Werk räudig, zumindest im Hinblick auf Gitarren und Schlagzeug jedoch relativ fett produziert. Lediglich der Bass hätte vielleicht noch ein wenig deutlicher zum Vorschein kommen dürfen. Des Weiteren ist die Spielzeit mit gerade mal 28 und einer halben Minute ein bisschen arg kurz ausgefallen. Qualität ist zwar wichtiger als Quantität, keine Frage, aber der ein oder andere Song mehr wäre schon angebracht gewesen – bei „Master Of Puppets“ zum Beispiel war jeweils eine Seite ungefähr so lang wie „Only Death Awaits“ als Ganzes.

Nichtsdestotrotz: Dass Old-School-Thrash-Metal längst wieder voll angesagt ist, weiß inzwischen wohl jeder, und so mancher mag angesichts der Fülle an mittlerweile aufgekommenen Newcomer-Bands, die diesen Sound für sich entdeckt haben und voller Enthusiasmus nun selbst spielen, schon genervt sein und von Marktüberflutung reden – Violated aber sind insgesamt sicher eine der besseren Gruppen dieser Bewegung.

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