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Viking Skull: Doom, Gloom, Heartache And Whiskey

Sicher nicht originell, aber dafür authentisch
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal, Rock 'n' Roll
Spielzeit: 37:18
Release: 23.01.2009
Label: Powerage Records / Soulfood

Okay, Viking Skull aus dem Vereinigten Königreich werden sicherlich keinen Originalitätspreis gewinnen, aber darum sollte es bei dieser Art Musik auch nicht gehen.

Die 2002 von den Raging-Speedhorn-Mitgliedern Frank Reagan, Darren Smith (Gitarren) und Gordon Morrison (Schlagzeug), zusammen mit Roddy Stone (Gesang) und Waldie (Bass) gegründete Band spielt eine sehr Old-Schoolige Mischung aus klassischem Hard Rock und Heavy Metal, was aus den selbst genannten Einflüssen schon hervorgeht: AC/DC, Thin Lizzy, Motörhead, WASP, Kiss und The Who. 

„Doom, Gloom, Heartache And Whiskey“ ist bereits das dritte volle Album der inzwischen zum Quartett geschrumpften Band und der Titel ist absolut Programm. Die Röhre von Roddy Stone, die hin und wieder mal an Lemmy Kilmisters Knarzstimme erinnert, klingt in der Tat äußerst Whiskey-getränkt, der Gitarrensound ist richtig schön dreckig und man muss unweigerlich an einen nach Bier stinkenden, Zigarettenrauch-geschwängerten Kellerklub denken, in dem Billard gespielt und bis zum Umfallen gesoffen wird, wenn man die Mucke hört.

Dass Viking Skull aus erfahrenen Musikern bestehen, wird schnell deutlich, denn die primäre Stärke der Combo liegt darin, einfach gute Songs zu schreiben, ohne sich darum zu kümmern, ob das dem Trend entspricht oder nicht. Der Opener „Start A War“ ist sehr catchy, der Titelsong groovt, dass es eine wahre Freude ist und man gar nicht anders kann, als dazu die Rübe im Takt zu schütteln und auch wenn man für meinen Geschmack – bei allen anderen oben erwähnten Einflüssen, die sonst noch eine Rolle spielen – hauptsächlich an Motörhead orientiert ist, so kann man doch mit ein paar kurzen Abstechern in doomige Gefilde überraschen und auf diese Weise für noch etwas mehr Abwechslung sorgen. So hört sich beispielsweise das Riff im Mittelteil von „In Hell“ stark nach „Iron Man“ von Black Sabbath an und auch in „19 Swords“ wird zwischendurch auf sehr gelungene Weise in dem eigentlich im Midtempo angesiedelten Stück auf das Doom-Bremspedal getreten.

Man füge dem Ganzen mit dem kurzen, knackigen „In For The Kill“ noch ein etwas flotteres Stück und mit dem von einem verstimmten Barpiano begleiteten „Drink“ ein Sauflied, das dann endgültig Saloon-im-Wilden-Westen-Atmosphäre aufkommen lässt, hinzu, und heraus kommt ein solides Metalalbum. Es hätten vielleicht noch ein paar mehr Uptempo-Nummern sein dürfen, außerdem sind 37 Minuten Spielzeit nicht gerade viel und über Originalität müssen wir hier wie gesagt nicht reden, aber zumindest sind Viking Skull eine authentische Band, die ehrliche Musik macht. Hier wird noch richtig schön dreckiger Rock ’n’ Roll zelebriert!

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