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Vigilante: War Of Ideas

Ordentlicher, aber unspektakulärer Industrial Metal
Wertung: 7/10
Genre: Industrial Metal
Spielzeit: 92:45
Release: 05.10.2007
Label: Black Rain

Es liegt wohl nahe, bei Vigilante von echten Exoten zu sprechen – es sei denn, irgendjemand ist gleich ein Dutzend chilenischer Industrial-Metal-Bands geläufig, was diese These widerlegen würde. Aber ernsthaft: Die Südamerikaner haben auf ihrer neuen Platte „War Of Ideas“ durchaus einige interessante Ideen gebündelt und sie in einem überraschend organischen Sound gebündelt. Problem an der Sache: Wirklich innovativ ist das Dargebotene trotz allem nur äußerst selten!

Grundsätzlich verfolgen die Chilenen zum größten Teil gängige Muster, werfen hier und dort einige schmissige Beats ins Rennen, paaren das Ganze mit der düster-morbiden Atmosphäre, die dem ersten Release von The Kovenant anheim wohnt und drängen ihre Musik bisweilen sogar stark in Richtung EBM. Die Art und Wiese wie das geschieht, ist allerdings trotz der fehlenden Eigenständigkeit beachtlich. Die Rhythmusarbeit ist vorbildlich und auch der spärliche Einsatz der Gitarren fällt nicht so weit hinter der Elektronik zurück, dass den Songs die Atemluft genommen wird.

Interessant wird das Ganze insbesondere dann, wenn man entspannte Synthie-Flächen mit heftigeren Beats mischt, beispielsweise geschehen in „Black Day“ oder im eher verhaltenen „Get In The Ring“, welches sicherlich zu den stärksten Songs von „War Of Ideas“ zu zählen ist. Dem gegenüber steht allerdings auch so mancher Mainstream-Groove, wie er in Kompositionen wie „Forever“ oder „Justice“ zu finden ist, die dadurch zwar auch verhältnismäßig leicht kleben bleiben, langfristig aber nur einen Teil des Potenzials dieser band zur Schau stellen.

Insgesamt bleibt „War Of Ideas“ somit ein ordentliches, selten ungewöhnliches, leider aber auch wenig fortschrittliches Album, welches die wichtigsten Ingredienzen der elektronischen Musik mit den räudigen Beats des Industrial-Sounds vereint, dabei aber weitestgehend auf Herkömmliches zurückgreift. Für Genre-Fans sollte die Platte aber dennoch einen Testlauf wert sein, da der Mangel an eigenständigen Ideen in diesem Fall nicht mit Durchschnittsware gleichzusetzen ist. Und für diesen Fall sei auch direkt die limitierte Erstauflage empfohlen, die elf mehr oder minder interessante Remixes zu „Fair Fight“ und einen weiteren Mix von „The Other Side“ auf einer separaten CD anbietet.

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