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Victimizer: Tales Of Loss And New Found Serenity

Geheimtipp aus dem Land der Windmühlen
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal / Black Metal
Spielzeit: 45:23 Min
Release: 04.10.2010
Label: Deity Down Records

Die Band Victimizer dürfte bis zum heutigem Tage hauptsächlich solchen Metalheads ein Begriff sein, die sich aufmerksam dem europäischem Untergrund der metallischen Musikszene widmen. Dabei sind unsere holländischen Nachbarn aus dem schönen Nijmegen alles andere als Newcomer, denn sie ziehen nun schon seit Anno 1996 um die Häuser und können sich somit getrost als Live-Veteranen bezeichnen. Doch in der Bandgeschichte von Victimizer gab es bislang schon mehr als nur den ein oder anderen Stolperstein, so sorgte zum Beispiel das sich ständig ändernde Line-Up dafür, dass im Bandkatalog neben der EP „The Spiral Down“ mit „Divided As One“ nur ein einziger Langspieler zu finden ist, der im Jahr 2003 in Eigenregie herausgebracht wurde. Hinzu kam der unfreiwillige Ausstieg von Band-Urgestein Sacha durch Krankheit. Doch nun soll sich alles ändern, denn mit Deity Down Records im Rücken wird nun endlich wieder ein vollwertiges Album an den Start gebracht, dass das Durchhaltevermögen der Holländer belohnen soll.

Getauft wurde die Scheibe auf den treffenden Namen „Tales Of Loss And New Found Serenity“ und die legt auch direkt mit dem ersten Stück „For What Matters Now“  knallharte Blastbeats und finsteren Gitarren auf die Bretter, gestützt durch tiefe Growls. Verfeinert wird das ganze durch dezente melodische Momente. Dass die Jungs aber Zeitweise auch mal im Stampfenden Mid-Tempo grooven können und hier und dort auch mal bittersüße Leads über den apokalyptischen Klangteppich zaubern, zeigt sich dann im nächsten Song-Duo mit „A Psalm To The Fallen“ und „Bodhi's Lyric“. Generell lässt sich der Sound der Herren aus dem Land der Windmühlen als fulminante Schmelze aus geknüppelten Ami-Death und europäischen Melodic Black Metal beschreiben, als würde hier Cannibal Corpse auf Dark Funeral treffen und das auch noch mit sauguter Produktion für ein Indie-Label. Das durch messerscharfes Riffing und einem sahnigem Solo begeisternde „Feeding The Rats“ liefert dann auch gleich einen der absoluten Höhepunkte. Das Niveau bleibt auch über die nächsten Songs durchgängig hoch, während „Left Unsung“ mit düsteren Leads den Gänsehautfaktor mit sich bringt und „Past The Eulogy“ mit vielschichtigen Breaks aufwartet. „To Preserve From Precipice“ gewinnt durch wechselwirkende Stanpfbeats und schwarze Blast-Einlagen, bevor dann das achtminütige „Reunited For Eternity“ den Deckel draufsetzt. Betrachtet man das Ganze allerdings als Gesamtbild, so muss man leider Feststellen, das die Vocals wenig abwechslungsreich sind, denn der Sänger hat scheinbar nur zwei Tonlagen, und dass kein Song wirklich anders oder innovativer Daherkommt als seine Kollegen. So richtig kann man das einer Death Metal Band aber auch nicht vorhalten.

„Tales Of Loss And New Found Serenity“ ist ein richtig gutes Stück extremer Musik und beweist eindrucksvoll, dass im Untergrund noch das ein oder andere Juwel lungert. Der brachiale und trotzdem melodiöse Mix der härtesten Gangart zündet von der ersten Minute an und die geringen Abzüge für Vocals und einen Hauch zu viel Geradlinigkeit trüben das Endprodukt nur minimal. Mit acht Punkten sind Victimizer gut dabei.

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