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Verjnuarmu: Ruatokansan Uamunkoetto

Sollte man mal angetestet haben
Wertung: 8.5/10
Genre: Savo Metal
Spielzeit: 42:0
Release: 30.05.2008
Label: Dynamic Arts Records

Savo liegt im Osten des schönen Finnlands und genau aus dieser Region stammen Verjnuarmu, die ihre Texte in dem regionseigenen Dialekt vortragen. Dementsprechend haben sie ihre Mucke dann auch direkt mal Savo Metal getauft, nachdem die Band im Jahre 2001 das Licht der Welt erblickte. Bei der Entstehung der Formation selbst hat der Gehörnte seine Finger im Spiel gehabt, denn der hat seinerzeit Musta Savo und Savon Surma von den Toten zurück beordert, ihnen Verstärkung in persona von Puijon Perkele, Viitakemies und Woema zur Seite gestellt und nun haben wir „Ruotakansan Uamunkoetto“ vorliegen.

Schwer zu beschreiben ist diese Mucke schon. Als grobe Basis würde ich Death Metal der melodischen Schiene plus einer gehörigen Prise Thrash Metal anführen, in welchem sich immer wieder folkige Elemente wiederfinden. Die Vocals erklingen sowohl in Growls als auch in Cleangesang. Durch das Vortragen der Texte in finnischer Sprache erlangen die Songs noch einen Tacken mehr an Härte.

Schön groovend bahnt sich „Kuu Paestaa, Kuolla Ajjaa“ seinen Weg, ein Song mit Cleanvocals und melancholischem Unterton, der bestens zum gepflegten Rübeschütteln animiert.

Wie ein fieses Keifen kommen die Vocals in dem vom Tempo her gemäßigten und in Richtung Thrash tendierenden „Mustan Virran Silta“ rüber und einmal mehr wird klarer als klar, dass sich die finnische Sprache vorzüglich für diese Art des Vortragens eignet, da so die Härte der Mucke an sich noch vertieft wird.

Die zuvor angesprochenen folkigen Elemente finden sich – wenn auch eher im Hintergrund – zum ersten Mal so richtig in „Luita Ja Hampaeta“ wieder, das auch noch mit schöner Melodieführung aufzuwarten weiß und zudem auch noch Parts beinhaltet, zu denen man in bester Manier die Haare lüften kann.

“Surmatun Säkkeet” ist ein schön wuchtiger Death / Thrash-Bastard geworden, der durch die Drums so richtig nach vorn gepeitscht wird. Auch hier setzen die Cleanvocals wieder die entscheidenden Akzente.

Ruhige Klänge ebnen den Weg eingangs “Huaskalinnut”. Ungewohnt, aber sehr gut. Und auch hier mischt die Melancholie wieder ein gutes Stück weit mit in diesem Midtempostück und charakterisiert damit diesen Song, welcher einen sehr guten Kontrast zu dem powervollen zuvor Gehörten abgibt und entfernt Gedanken an Sentenced aufkommen lässt. Ein klasse Teil.

Die geshouteten Vocals in “Kuhtumattomat Vieraat” muten zwar ein wenig seltsam an, trotzdem ist dies hier ein weiterer ganz starker Song der Finnen. Auch hier hört man nicht nur im Hintergrund wieder die melancholische Melodie heraus – sehr gut gemacht. Soll es nun in „Kirkkomuan Kansoo“ nochmal heftiger zur Sache gehen? Man bekommt bei Songbeginn fast so den Eindruck, als ob da heftigkeitstechnisch noch was geht. Leicht verschroben rüberkommende Gitarrenparts münden in ein kurzes Solo und danach gibt es wieder voll auf die Mütze.

Besonders beeindruckend fällt in „Räähähenki“ die Arbeit an den Drums auf. Auch die Folk-Note ist im Refrain unmissverständlich zu vernehmen. Fast ist man geneigt, das Bangen sein zu lassen, um zu der Weise hin- und her zu schunkeln. Sehr schönes melodisches und gleichzeitig wuchtiges Stück.

Gerade mal warmgebangt und -geschunkelt, folgt auch schon der Stücke letztes mit dem Namen „Kalamavesj'“, welches sich als ziemlich abwechslungsreicher Titel herausstellt, da die Jungs hier sehr gut mit verschiedenen Tempi spielen. Die eindrucksvoll intonierte Melancholie, die hier mit eingewebt wurde, ist einzigartig und verdient meine tiefe, respektvolle Verbeugung.

An der Produktion gibt es nichts auszusetzen, denn hier wurden absolut keine Fehler begangen. Man kann dem Album also attestieren, eine vollends runde Sache zu sein.

Fazit: Sollte man mal angetestet haben. Der Begriff Savo Metal sollte mit dieser Scheibe keinem Fan von Death und Thrash Metal mehr ein Fremdwort sein. Verjnuarmu verstehen es sehr gut, Folk mit hartem Death und Thrash Metal zu kreuzen, ohne dabei in feierlaunig stimmenden Humppa Metal zu verfallen und vielmehr die Melancholie bestens mit in die Songs zu packen.

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