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Venom: Fallen Angels

Auf dem Weg zu alter Frische
Wertung: 8/10
Genre: Speed Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 57:33
Release: 25.11.2011
Label: Spinefarm Records/Universal

Mit dem Jahr 2011 steht auch wieder eine neue Scheibe der Kult-Band Venom ins Haus. Vor rund 30 Jahren brachte das Trio das damals kontroverse "Welcome To Hell" und im Anschluss daran "Black Metal" raus und legten damit die Grundsteine für das gleichnamige Genre, ebenso wie für Thrash und Speed Metal. Die Mannen hinter dem einzig verbliebenen Gründungsmitglied und Bandkopf Cronos veröffentlichen nun ihr 13. Studioalbum "Fallen Angels", wieder über Universal und wieder  mit Producer Conrad Lant. Drei Jahre liegen seit ihrem letzten Release "Hell" zurück, welches aufgrund des matschigen Sounds und der schwachen Songs nicht allzu gut ankam, was sich nun mit "Fallen Angels" aber ändern soll.

Als Erstes ist zu bemerken, dass die Produktion wesentlich besser ausfällt als auf "Hell",  verhältnismäßig gut für die Band, der düstere und rohe charakteristische Sound bleibt aber trotzdem erhalten. Das zeigt sich direkt im Opener "Hammerhead", der mit groovigen Drums beginnt und mit einem sehr rumpeligen Bass-Sound versehen wird. Der Song an sich ist jedoch mit seinen doomigen Riffs mehr Garage Metal als Venom, allerdings auch als einziger Song der Scheibe. Der zweite Track "Nemesis" trifft da schon viel eher den alten Stil und brennt sich mit den abwechselnd schnellen und rasenden Parts direkt ins Gehör. Auch der Rest der Platte kann rundum überzeugen, was bei insgesamt 13 Nummern durchaus beachtlich ist. Sei es das irrschnelle "Pedal To The Metal", das punkige "Hail Satanas", die groovige Speed-Metal-Nummer "Death Be Thy Name" oder der furiose siebenminütige Titeltrack. Cronos' Stimme ist natürlich nicht mehr die alte und wird es nie mehr sein, doch tut er sein Bestes, sich dem Old-School-Sound anzupassen und das gelingt ihm auch recht gut. Wütend schreiend wie man es vom Frontmann gewohnt ist, mit melodischen Ansätzen. Nennenswert sei hier die Zeile "Are you ready bitch ? Let's Go!" vorm Solo-Part im Song "Pedal To The Metal", welche wirklich grandios im Kontext daher kommt.

Es ist ganz klar, dass das Album nicht die Qualität der alten Klassiker vor 30 Jahren erreicht, aber das anzumaßen ist völlig abwegig. Abgesehen davon ist es fraglich, ob die Band das überhaupt will oder einfach nur im Genuss des old-schooligen Sounds schwelgen möchte. Im Großen und Ganzen wirkt es jedenfalls, als sei Venom auf dem Weg, zu alter Frische zurückzukehren. Die Songs auf "Fallen Angels" sind wieder schnell, böse und Old School. Auch lässt die Truppe es sich nicht nehmen, hier und da ihren unnachahmlichen Humor in die Musik miteinzuflechten. Die Band bleibt sich treu und setzt auf einprägsame Songs mit vertraut düsterem Sound anstatt auf komplexe und verschachtelte Arrangements. Venom-Fans werden natürlich bedenkenlos zugreifen, doch auch wer einen langen Bogen um die Truppe gemacht hat und wem eher die ersten Alben zusagen, braucht sich nicht vor der neuen Platte zu scheuen, das Zeug ist ganz im alten Stil.

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