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Vendetta: Hate

Ein kuzweiliges Comebackalbum
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 29:18
Release: 17.08.2007
Label: Metal Axe Records

Nun endlich melden sich die 80er Jahre Thrasher Vendetta zurück. Neues Reunionalbum, denke ich mir, aber so ganz stimmt das nicht. Der Silberling besteht hauptsächlich aus Tracks der 2003er und 2005er Promos. Also haben die Stücke auch schon ein paar Tage auf dem Buckel. Egal, so lange die Mucke gut ist.

„Hannibal“ thrasht erstmal heftig durch die Lautsprechermembranen. Ohne Zweifel, Vendetta sind sich treu geblieben und schaffen es dennoch, nicht antiquiert zu klingen. Guter German Old School Thrash, schön heftig in Szene gesetzt und mit einpeitschenden Vocals garniert. Mario Vogel am Mikrofon macht einen guten Job. Man meint förmlich, er peitsche Hannibal persönlich zu immer mehr Morden an.

„Living Society“ vermag den Qualitätslevel nicht ganz so hoch zu halten. Die Strukturen sind mir da etwas zu einfach oder auch uninspiriert gemacht. Keine Frage eine Losgehnummer, aber mit zu wenig Wiedererkennungswert. Dann wird „Guerilla“ mit dem Bellen von Feuerwaffen eröffnet. Heiner`s (Klaus Ulrich) Bass brabbelt richtig schön daher. Er ist ja praktisch das letzte Überbleibsel der Bandbesetzung aus den Achtzigern. Schön, diese Tempiwechsel und die immer nicht überzogene aggressive Grundstimmung in der Musik.

Dann kommen wir zum ersten richtigen Highlight: „Hate“. Beginnend wieder mit einem Intro, bei dem man einen etwas außer Atem geratenen Typen hört, der sich ein wenig angepisst mit sich selbst unterhält, bevor er das Telefon nimmt und einen „Hate“- Anruf startet. Die Nackenmuskulatur fängt heftig an zu zucken. Heftig ballern dem Hörer Frank Schölch`s Gitarrenattacken um die Ohren. Ein zwar trotz seiner über 5 Minuten viel zu kurzer, aber gnadenloser Song, der nur einmal das Tempo raus nimmt, um dann im Midtempo den Frust rauszulassen. Ein nicht ganz fröhliches „Fuck You“ darf dann natürlich auch nicht fehlen, bevor das Tempo dann wieder langsam angezogen wird.

„Prepare Yourself For Hostility“ dreht dann wieder etwas mehr auf. Gutes Riffing gepaart mit einem guten Schuss Aggressivität und trotzdem mit dem nötigen Feeling für die Gesamtmelodie. Garniert wird das Stück wieder einmal mit einem interessanten Gitarrensolo, welches zuvor vom Bandkopf Heiner per Bass eingeleitet wird.

„Mother“ hätte auch gut und gerne auf einem der 80er Jahre Alben der Band stehen können. Gut, aber nicht wirklich überragend. Trotzdem besitzt der Song einen gewissen einhämmernden Charme. Dann wird auch wieder einmal ein Intro für den nächsten Song genutzt. Eine alte Rede soll den Weg für „Rise For Revolution“ ebnen. Das ist aber auch schon das Spektakulärste an dem Song.

Irgendwie fehlt mir aber immer noch ein Song, der vom Bass eingeleitet wird, das hat doch bis jetzt noch bei keinem Vendetta Album gefehlt. Und so kommt es dann auch: „Dead People Are Cool“ beginnt mit dem Vendetta obligatorischen Tieftoninferno. Und ganz klar, hier kommt das Highlight der Scheibe zum Schluss! Der Song ballert mal eben in Kürze noch mal alle Energie in die Nackenmuskulatur und sorgt für gehörig Frischluft zwischen den Haaren.

Fazit: Eine gute Scheibe mit 2-3 klasse Höhepunkten, die die Punktwertung nach oben treiben. Nach dem Magengefühl würde man sagen, dass es eine kurzweilige Scheibe ist. Dies stimmt leider nur zu genau. Mit gerade mal 29:18 Minuten ist die Scheibe schneller zu ende als das so manche Doomband mit einem oder zwei Songs schafft. Ne Leute, das wäre selbst im Zeitalter der LP viel zu kurz. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass hier Songmaterial seit ca. 2003 vertreten, ist dann ist das schon irgendwie eine Frechheit. Mindestens die doppelte Spielzeit wäre die Minimallösung gewesen. Da hilft es auch nicht, dass es eine Limited Edition mit dem Livesong „Overkill“ gibt. Wenn man böse ist, rechnet man noch die Intros raus und kommt auf eine Nettospielzeit von weniger als 28 Minuten. Die Mucke ist richtig gut, aber dieses, nennen wir es mal Arbeitsverhalten, ist indiskutabel. Wenn ich das Preis / Leistungsverhältnis mit in die Benotung einfließen lassen würde, dann gäb`s dafür satte 2 Punkte weniger.

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