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Vendetta: Go And Live... Stay And Die

Das mäßige Debut einer später stärker werdenden Band
Wertung: 6.5/10
Genre: Speed Thrash Metal
Spielzeit: 45:48
Release: 20.07.2007
Label: Metal Axe Records

Mit „Go and Live … Stay And Die“ wurde nun auch das Debut der deutschen Thrasher Vendetta re-released. Das Ganze macht ja auch einigen Sinn, da die Scheibe längst vergriffen ist und mit „Hate“ das Reunionalbum vor der Tür steht. Das Review zum Nachfolger findet Ihr natürlich auch in unserer Reviewsektion.

„Suicidal Lunacy“ startet richtig schnell durch. Der Sound hat trotz Remastering leider nicht die Qualität der zweiten Scheibe, was aber bei einem Debut nicht unbedingt verwundert. Der Track weist einige Parallelen zu Metallica`s Debut „Kill `em All“ auf. Hier lagen damals schon die Haupteinflüsse der Band.

„Go And Live … Stay And Die“ beginnt mit dem für Vendetta obligatorischen Bass von Heiner. Gelungen wie immer, denn auch zu diesem Zeitpunkt kann man der Band nur attestieren, dass alle ihre Instrumente klar beherrschen. Sehr variabel ist der Speed / Thrash Metal allerdings auf eine gewisse verspielte technische Art und Weise.

Dann wird wieder etwas stärker bei den Mannen von James Hetfield geschaut. Nur durch die häufigen Melodie und Tempiwechsel gerät das hier nicht zu einem lupenreinen Ripp Off. Ich muss zugeben, dass die Songs leider bei weitem nicht so ausgereift klingen wie beim Nachfolger „Brain Damage“.

„Traitor`s Fate“ beginnt mit ein wenig akustischen Klängen. Nett, aber es wirkt ein wenig zu gehetzt für meine Ohren. Dann erklingen die Sirenen und ein Luftangriff erfolgt. Die E-Gitarren steigen ein und es dauert nicht lange, bis man das Gaspedal durchtritt. „System Of Death“ kann mich auch nicht wirklich überzeugen. Gute Mucke, welche mich aber auch damals nicht wirklich begeistert hätte. Ein netter Mitgröhlrefrain bringt zwar live normalerweise viel Stimmung, aber so richtig mitreißen kann mich das hier nicht. Dass die Band es deutlich besser kann, beweist sie ja schon auf dem Nachfolger.

Dann wird erstmal das Männlein im Walde mit dem purpurnen Mäntelchen mit der Gitarre gehuldigt. Coole Sache, die ein wenig Auflockerung bringt. „Drugs And Corruption“ zeigte damals schon, dass deutsche Metal Bands auch politische Aussagen treffen können. „Revolution Command“ geht etwas gemäßigter zur Sache, kann sich aber auch nicht so recht im Ohr festsetzen.

„On The Road“ startet wieder einmal sehr Metallica lastig, geht aber irgendwie auch komplett an mir vorbei. 80er typisch das Ende mit erneutem Reinfaden in die Musik, bis es dann wirklich zu ende ist. War damals beliebt und wurde von vielen Bands gemacht. „And The Brave Man Fails“ ereilt das gleiche Schicksal, etwas zu belanglos.

Schon sind wir am Ende der Scheibe angelangt, als Bonus für die Scheibe wurde der Titelsong des 2. Albums „Brain Damage“ als Liveversion auf die Scheibe gepackt. Ob das eine gute Entscheidung war, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn man hört direkt den Unterschied. Eigenständiger, ausgereifter klingt der Song. Im Prinzip wird hiermit dann der beste Song des Silberlings als letztes kredenzt.

Fazit: Es hätte wahrscheinlich gereicht, wenn man nur die „Brain Damage“ re-released hätte. Es bringt trotzdem nichts, darüber zu spekulieren, was aus der Band geworden wäre, wenn sie direkt mit einem Album „Brain Damage“ an den Start hätten gehen können. Für Fans und Sammler eine gute Gelegenheit, die Sammlung zu komplettieren.

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