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Veil Of Maya: ID

Schwer zugänglich, aber immer überraschend
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Deathcore
Spielzeit: 29:15
Release: 06.04.2010
Label: Sumerian Records

Das neben diesem Review gezeigte Frontcover des neuen Albums „[ID]“ der progressiven Deathcore-Kapelle Veil Of Maya wird man so im CD-Shop nicht vorfinden, da es sich hier um eine Collage aus vier verschiedenen Cover-Version des Albums handelt – „[ID]“ erscheint nämlich in einer rötlichen, einer orangefarbenen, sowie einer grünlichen und einer blau-grauen Ausgabe. Wer sich mit allen vier CDs ablichten lässt, erhält die Chance, Merchandise der Band im Wert von 100€, freien Eintritt zu einem Konzert der Gruppe, sowie ein großes Poster und ein Meet & Greet mit den vier Jungs zu gewinnen.

Natürlich erfüllen die Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Wettbewerb nur die größten Fans der Band, aber dafür dürfte der zu erwartende Preis wohl auch der Traum eines jeden absoluten Fans sein. Ebenfalls ein Traum für alteingesessene Fans dürfte das neue Full-Length sein, welches abermals typischen Veil Of Maya-Stoff liefert: Abgehackte Stakkato-Rhythmen, frickelige Gitarren-Parts und hohe Screams im Wechsel mit tiefen Growls. Grob einordnen kann man den Stil der aus Chicago stammenden Band im Deathcore-Genre, da die Musik sowohl überaus unbehagliche Harmonieverläufe beeinhaltet, sowie derbe Breakdowns als auch schleppende Parts wie treibende Blasts, natürlich der nötigen Härtegrad nicht zu vergessen.

Ob die Band mit dieser CD, die ja gleich in vier Auflagen erscheint, einen so großen Erfolg verbucht, wie sie es sich zu versprechen scheint, ist allerdings ungewiss, da vor allem die progressiven Stakkato-Parts nicht wirklich leicht zu verdauen sind und auf Dauer schnell anstrengend wirken können – da ist man dankbar für die drei kurzen, instrumentalen Zwischenspiele namens „[ID]“, das Intro, sowie die beiden Tracks „Martyrs“, der mit schönen Gitarren-Klängen überzeugt, und „Circle“, welcher durch interessanten Keyboard-Einsatz enorm gewinnt. Bei Songs wie „Dark Passenger“ und „Mowgli“ bestechen Veil Of Maya mit cleveren Gitarren-Effekten, die immer mal wieder in dezenter Art und Weise Anwendung finden und auch beim zehnten Hördurchgang noch etwas zu entdecken bieten – sei es nun ein simpler, stimmungsvoller Akkord, oder aber eine vorher noch nicht so ganz bewusst wahrgenommene Melodie.

Besonders extravagant weiß das Quartett mit dem Keyboard umzugehen, das zum Beispiel in dem Track „Namaste“ eine einzigartige Stimmung durch äußerst bizarre Töne erzeugt. Die Produktion ist stark und satt ausgefallen, allerdings mutet das gesamte Album, trotz – oder gerade wegen? – des stellenweise sehr dominanten, gerne auch auf Solo-Pfaden wandelnden Basses äußerst kalt und maschinell an, ein Sound der aber sehr gut zu der abgeklärten, abgehackten Musik der Band passt. Erst mit dem letzten Song „Codex“, in dem immer wieder melodische Einschübe aufblitzen, klingt der Sound etwas zugänglicher, was jedoch sicherlich zu einem großen Teil auf die Art, wie die Gitarren hier behandelt werden, zurückzuführen ist.

Auf „[ID]“ muss man sich einlassen, sonst wird dieses Album nicht zünden, zu schwer verdaulich sind die Strukturen und die stellenweise doch recht grotesken Klänge – wer aber clevere Musik sucht, bei der man auch nach mehreren Durchgängen noch etwas Neues für sich entdecken kann, der ist mit dieser Scheibe gut beraten, auch wenn er sich eventuell anfangs durchringen muss, die CD nochmals anzuhören – dann jedoch wird sie zünden und ihr gesamtes Potential entfalten.

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