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Vegas In Ruins: Wolves

Parkway Drive vs. August Burns Red
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 17:39
Release: 22.11.2009
Label: Eigenproduktion

Vegas In Ruins – kann man sich das vorstellen? In Australien, genauer gesagt in Sydney, scheinbar schon, denn von dort stammt die junge Metalcore-Formation mit diesem Namen. Kürzlich hat man in Eigenregie die von den inzwischen zahlreichen Fans heiß ersehnte EP „Wolves“ veröffentlicht und damit ein sehr starkes Debüt abgeliefert.

Das Riffing klingt typisch australisch und lässt stark an Parkway Drive erinnern, während die Stimme und das Drumming sich eher an dem amerikanischen Sektor orientieren und Vergleiche zu Bands wie Those Who Lie Beneath aufkommen lassen. In Kombination lässt das Ganze durch den enormen Groove, die gelungen eingesetzten, komplexen Gitarren, sowie die geschickt eingebauten Breakdowns und die stark verzerrten Shouts an die Amerikaner August Burns Red erinnern. Direkt der Opener „Sixteen Years“ beginnt mit ähnlich treibendem Drumming - eine Gitarre dröhnt wuchtig und nackenschädlich aus den Boxen, während sich die andere hauptsächlich auf clevere Melodien konzentriert und energiegeladene Breakdowns einleitet.

Deutlich tragender und mehr an Parkway Drive als an August Burns Red angelehnt fallen die Gitarren beim dritten Song „The Haunting“ aus. Inklusive Blasts vereint der Song die besten Elemente beider Vorbilder in sich, so wechseln sich brutale, aber groovende Passagen mit vertrackten Gitarrengeschichten ab, die ihresgleichen suchen. Doch das ist noch lange nicht das beste, was diese EP zu bieten hat – der Übersong wurde getauft auf den Titel „Endless Days“ und wird mit einem simplen Riff eingeleitet, das jedoch unfassbar viel Groove und eine unbeschreibliche Melodie in sich birgt. Später dann wird dieses Riff wieder aufgegriffen und begleitet den energetischen Refrain; es folgen weitere aggressive Riffs, bis der Song dann mit kargen Pianoklängen langsam ausklingt.

Nun wird es wieder amerikanischer: „Shipwreck“ heißt das letzte Stück und speziell hier kann man die Parallelen zu Those Who Lie Beneath in Sachen Drumming und Vocals erkennen, während die hämmernden Riffs abermals an August Burns Red orientiert sind. Bei diesem Stück handelt es sich vermutlich um die Live-Hymne der Band, die jeden noch so müden Core-Hörer in einen fetzenden Moshpit ziehen wird. Vegas In Ruins haben zwar den Metalcore lange nicht neu erfunden, doch weisen sie die besten Voraussetzungen und das Talent auf, um sich mit etwas Glück und dem richtigen Labeldeal im Gepäck problemlos neben ihren deutlich hörbaren Vorbildern sehen lassen zu können – und zwar live. Hören lassen kann sich die Band bereits jetzt und muss sich keineswegs hinter den großen Bands verstecken.

„Wolves“ ist eine starke EP geworden, die abermals beweist, dass der australische Underground einige der vielversprechendsten Bands dieser Szene beheimatet. Am leichtesten ist die EP über den bandeigenen Shop zu bestellen - und wahrlich, jedem Core-Anhänger sollte es eine Überlegung wert sein, sich diese EP aus Australien kommen zu lassen.

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