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Van Canto: Hero

Wertung: 8.5/10
Genre: A-Capella-Metal
Spielzeit: 44:27
Release: 26.09.2008
Label: GUN Records

Van Canto und ihr A–Capella-Metal haben sich in den letzten anderthalb Jahren blitzschnell zu einem echten Trademark gemausert. Das interessante Konzept hat sich nicht bloß bewährt, sondern in den vergangenen Monaten enorm an Popularität gewonnen, so dass die Band vor dem Release ihrer zweiten Platte bereits in aller Munde ist. Doch ausgerechnet jetzt entscheiden sich Van Canto, vermehrt auf Neuinterpretationen bekannter Metal-Hymnen zu setzen. Ein kluger Entschluss? Oder der ungünstigste Schritt?

Nun, „Hero“ gibt auf diese Frage eine ziemlich eindeutige Antwort. Ähnlich wie „A Storm To Come“ ist die Platte nämlich mit einer ganzen Reihe richtig starker Hymnen ausgestattet, die in diesem Fall nicht nur mit fremden Federn geschrieben wurden. Bereits der Opener „Speed Of Light" hat das Zeug zum Melodic-Metal-Klassiker, auch wenn der Unterbau obskurerweise völlig stromlos gemauert ist. Mit „Pathfinder" und „Take To The Sky" stehen zwei weitere bärenstarke Nummern auf Abruf bereit, die sich qualitativ kaum vor den großen Kompositionen verstecken müssen, denen die Band in der Restzeit des Albums zu huldigen gedenkt.

Aus diesem Grund ist auch fraglich, warum Van Canto sich überhaupt an Bands wie Manowar oder Iron Maiden heran begeben, wo ihr musikalisches Talent doch eigentlich ausreicht, um ein komplettes Album mit eigenen Hymnen zu füllen. Allerdings darf man auch hier nach anfänglicher Skepsis zwischen Schmunzeln und Begeisterung hin und her schwanken, denn auch wenn es recht seltsam anmutet, wie die Band Klassiker wie „Fear Of The Dark", „Kings Of Metal" oder den Deep Purple-Gassenhauer „Stormbringer" interpretiert, so sind die Ansätze nicht nur interessant, sondern auch wirklich ausgesprochen mitreißend umgesetzt. Sieht man mal von der etwas unpässlichen Neufassung von Nightwishs „Wishmaster" ab, bei der man grundsätzlich nur den Gesang von Mrs. Turunen akzeptieren kann, haben Van Canto auch bei der Wahl der Coverstücke ein gutes Näschen bewiesen und zudem auch fünf ambitionierte Interpretationen zusammengetragen. Dazu gehört als Letztes dann noch der legendäre „Bard’s Song" aus der Krefelder Schmiede, dem die Lagerfeuerromantik zwar ein bisschen abgeht, der sich aber hinsichtlich der Arrangements wirklich bestens für eine A-Capella-Fassung eignet.

Summa summarum ist „Hero“ daher auch ein wirklich mächtiges Album geworden, auf dem die starken eigenen Stücke richtig gut mit dem Klassikermaterial harmonieren. Oder um hier mal ein paar Grundsätze zu untermauern: Eine Band, die bei solch schweren Vorlagen eine solch souveräne Vorstellung abgibt, ist über jede Kritik und jeglichen Zweifel erhaben.

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