Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Vamacara: Mantras For The Manifold

Vamacara bleiben sicherlich nicht lange unentdeckt
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal, Sludge, Doom Metal
Spielzeit: 24:36
Release: 28.04.2017
Label: Eigenproduktion

Vamacara halten sich bedeckt. Zwei Bandmitglieder, beide nur mit „A“ und „N“ benannt, viel mehr Informationen findet man auch im weltweiten Web nicht; da freut man sich richtig über Wissensbrocken wie zum Beispiel den Stil der neuen und frischen Band: Eine Mischung aus Doom und Black Metal wird gespielt, anteilig lässt sich noch Sludge und Stoner anrechnen, man kann sich also auf eine düstere, tiefgestimmte Orgie einstellen.

Wenn man jetzt noch weiß, dass bei Vamacara Teile von Ctulu ihr Unwesen treiben, kann man sich zumindest gewisse Einflüsse vorstellen, die auf der Erstlings-EP „Mantras For The Manifold“ mit eingeflochten werden könnten. Alles im Konjunktiv, denn wer eine neue Band aus dem Boden stampft, tut dies ja doch meist, um sich von den bisherigen Projekten ein bisschen abzugrenzen.

An Düsternis stehen Vamacara den schwarzmetallischen Nordlichtern jedenfalls schon mal in nichts nach, auch wenn das Frontartwork auf den ersten Blick anderes vermuten lassen könnte. Bereits der erste Song „Jak Damajanti Placze Po Nalu“ beginnt mit unheilschwangeren Gitarren und Chören, dazu ein auf den Punkt hämmerndes Schlagwerk, allmählich steigert sich das Duo in eine wilde Raserei mit galoppierenden Instrumenten und fiesem Geschrei. Im Verlauf mischen die Herren sogar noch fast tanzbare Rock’n’Roll-lastige Passagen mit dazu – ein bitterböses Gebräu, das einen perfekten Einstand in eine bitterböse EP bietet.

Die oben genannten Zutaten vermengen Vamacara immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise, starten das dreckige „The Unending Ascent“ mit kriegerischen Drums und bieten hier ihre wesentlich Sludge-affinere Seite dar, auch die gezupfte Melodie im Refrain passt gut zum etwas schmutzigeren Touch des Songs.

Trotz all der technischen Raffinesse hat „Mantras For The Manifold“ überhaupt einen sehr räudigen Charakter, der durch die passende Produktion super durch die Boxen kommt und perfekt zum Stil des Duos passt. Trotzdem finden auch atmosphärischere Passagen wie beim recht schwarzmetallisch mit choralen Einschüben gehaltenen „Ola Einai Tipota“ ihre Daseinsberechtigung und gehen nicht im Sound unter. Am besten klingen Vamacara aber immer noch in solchen Schmutztiraden wie dem rasant-rumpeligen „The Serpent Temple“ – da knarzt es an allen Ecken und Enden, dass es eine wahre Freude für jeden Black-Metal-Fan sein dürfte, durchzogen von A.s gemeingefährlichem Geschrei, versehen mit ein bisschen Hall und immer wieder unterbrochen von Instrumentalorgien.

Als Fan der genannten Genres darf man sicherlich gespannt sein, was die (noch) zum frischesten Unterground zählende Truppe in naher und ferner Zukunft noch alles fabrizieren wird. Als erstes Lebenszeichen macht „Mantas To The Manifold“ schon mal einen sehr spannenden Eindruck; wer auf dreckigen Black Metal steht, dem sei hier eine klare Empfehlung ausgesprochen!

comments powered by Disqus

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

„Bisschen Bier, bisschen Headbangen, bisschen Metal“

Insgesamt gelungener Tourauftakt im verregneten Hamburg