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Vader: Welcome To The Morbid Reich

Death Metal-Kaufpflicht!
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:38
Release: 12.08.2011
Label: Nuclear Blast

Das brachial ballernde polnische Death-Metal-Flakschiff namens Vader ist zurück!

Mit „Welcome To The Morbid Reich“ veröffentlicht die tödliche Todesbleikapelle um Sänger Piotr Paweł Wiwczarek alias Peter nun ihr mittlerweile neuntes Studioalbum und soviel darf an diesem Punkt bereits verraten werden, es ist verdammt gut geworden.

Nach einem kurzen aber epischen Intro folgt auch gleich der erste Song namens „Return To The Morbid Reich“. Halt, Stop mal. Morbid Reich, Morbid Reich? Morbid Reich nennt sich auch das 1990 erschienene dritte Vader-Demo, welches mit über 10000 verkauften Einheiten übrigens eines der bestverkauften Death-Metal-Demos aller Zeiten ist. Hat das etwas zu bedeuten? Geht es etwa zurück zu den thrashigen Wurzeln der Band? Man darf gespannt sein. „Return To The Morbid Reich“ fasst auf jeden Fall gut zusammen, wohin die Reise mit dem neuen Album geht.

Es wird geballert was das Zeug hält, es gibt sowohl wilde und chaotische als auch melodiöse Soli, sehr mächtige Vocals, wirklich sehr gutes Drumming, geschmackvolle Keyboardspielereien und vor allem verdammt fette groovige Parts. Die Scheibe strotzt einfach nur so vor Spielfreude. Mal ehrlich, wer bei Riffs wie dem Mittelteil von „The Black Eye“ nicht zum gepflegten Abschädeln verleitet wird, ist einfach nicht Death-Metal-kompatibel.

Hervorzuheben sei außerdem Peters Gesang, der wieder verdammt angepisst rüberkommt und nun auch mit einigen für Vader eher untypischen Screams (zum Beispiel in „Don't Rip The Beasts Heart Out“) aufwartet. Nach dem etwas unausgereift klingenden 2009er Album „Necropolis“, welches den einen oder anderen Lückenfüller beherbergte und insgesamt einfach ein typisches modernes Vader-Album war, manifestiert sich das magisch anmutende „Welcome To The Morbid Reich“ als manisch-mörderisch-malmende Schlachtplatte voll drastisch-donnernder Schädelspaltungen.

 

Um die Fragestellung von weiter oben aufzugreifen - ja, das neue Album klingt grooviger, thrashiger und auch etwas einprägsamer, als man es von einem neuen Vader-Album erwarten würde. Der typische Vader-Blastbeat mit dazugehörigem Riff ist etwas seltener geworden. Stattdessen gibt es jede Menge groovige, teils auch an Morbid Angel erinnernde Riffs und massenhaft gute Soli (zum Beispiel in „Come And See My Sacrifice“), was wohl auch am neuen Gitarristen Marek „Spider“ Pająk liegen dürfte. „Welcome To The Morbid Reich" hätte mit einem anderen Sound auch problemlos Mitte der Neunziger erscheinen können, ist es aber nicht. Daher bekommt man eine sehr drückende, saubere, aber nicht zu poliert klingende Produktion, welche Songs wie dem walzenden „I Am Who Feasts Upon Your Soul“ wunderbar unter die Arme greift.

Vader drehen sich mit ihrem neuen Output sicher nicht um 180 Grad. Das hier sind immer noch Vader und das hört man auch, trotzdem bringt „Welcome To The Morbid Reich“ viel frischen Wind mit sich und ist ein dynamisches, äußerst mitreißendes und old-schooliges Death-Metal-Album. Sicher eine der besseren Veröffentlichungen dieses Jahres. Ach ja, schickes Cover!

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