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V2A: Machine Corps

Ein elektronischer Feldzug, der es schafft die Tanzflächen zu erobern
Wertung: 9/10
Genre: Electro/Industrial
Spielzeit: 52:02
Release: 29.04.2011
Label: Black Rain Rec. /NoiTekk

Es wird elektronisch, denn V2A sind wieder da und bringen ihr neuestes Werk mit. Die deutsch-britische Formation präsentiert mit „Machine Corps“ das dritte Album und nach dem ersten Durchhören ist klar: ihr härtestes. Es gibt in über 52 Minuten knallharten Industrial auf die Ohren und schon der erste Track „Lock And Load“ zeigt diesen Weg auf. Der Titel des Albums ist gleichzeitig Thema, welches sich durch alle vierzehn Tracks frisst.

Hier ist eine elektronische Armee auf dem Eroberungszug. Dieser Feldzug ist hart, macht vor nichts halt und es wird bis zum letzten Track alles erobert, was sich der Band in den Weg stellt. Ganz egal ob es Aliens, Androiden oder Kannibalen sind. Die Tracks sind sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache und weisen so eine gute Mischung auf.

Der zweite Track scheint das Motiv der Band und deren innerste Vorstellung darzustellen: „Electro-Ueber-Alles“. Der Track kommt mit nur kaum verzerrten Vocals, einer krassen Bassline und wenig Text aus. Es braucht aber auch nicht viel Text, um zu verstehen, was gemeint ist. Der Song geht direkt in die Beine und still stehen wird hier kein Electro-Jünger. Hier fliegen Arme und Beine.

„War Machine“ beginnt dagegen friedlich und ruhig, wandelt sich dann aber und das Thema wird sehr gut transportiert. Anfänglich scheint ein Chor integriert zu sein, sowohl weibliche, als auch männliche Vocals transportieren die Zerrissenheit des Themas.

Die Band V2A, welche sich nach einer Edelstahlsorte benannt hat, zeigt mit diesem dritten Album tatsächlich ihre elektronischste Seite seit Bandgründung und so macht das Album noch mehr Spaß als die Vorgänger. „Android“ ist ein schöner Beweis dafür. Schon nach dem ersten Hören lässt einen dieser Track nicht mehr los. Wummernde Bässe, verzerrte Vocals und keine sich ständig wiederholenden Elemente zeigen, dass mit V2A zu rechnen ist. Schon an dieser Stelle möchte man jedem DJ diese CD in die Hand legen und einfach nur verschwörerisch anblinzeln.

Das Schöne ist aber, dass es exakt so weiter geht. Mit „Cannibal Corpse“ kommt ein weiterer Knaller, der einen Run auf die Tanzflächen bedeutet. Beim Durchlauf des Songs spürt man den Spaß und die Energie, die die Band bei der Aufnahme des Songs hatte. Die Art der Abmischung, die Basslines und die Vocals sind sicher nicht neu erfunden, aber dennoch schaffen V2A es, sie frisch zu verpacken.

Der neunte Song des Albums „Immortal“ ist ebenfalls herauszustellen. Ruhiger als die Vorgänger umschmeichelt dieser zu Beginn das Ohr, wird dann aber durch Ines Lehmans verzerrte Vocals unterbrochen, um dann weiter zu machen. Der Song hat etwas von einem Tag auf einer Sommerwiese mit kurzen Unterbrechungen durch kleine fiese Ameisenbisse, die einen immer wieder aus den Träumereien zurück in die Realität holen.

Raffiniert ist auch der Titel „Dance Virus“. Einen Track derart zu taufen erfordert natürlich, dass der Name Programm ist.  Was soll an dieser Stelle gesagt werden, als dass der Name tatsächlich Programm ist. Der Track ist sicher einer der härtesten auf dem neu erschienen Album, aber er infiziert jeden Hörer. Folge ist: es wird bis zur Erschöpfung getanzt.

An dieser Stelle bleibt nur zu sagen, dass V2A zurück sind und das gewaltiger und überzeugender denn je. Einzige erkennbare Schwäche des vorliegenden Werks ist, dass hier sicher keine absoluten neuen Ideen verarbeitet werden.

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