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Urfaust: IX: Der Einsiedler

Kaum in Worte zu fassen
Wertung: 7/10
Genre: Black Doom Ambient Metal
Spielzeit: 18:00
Release: 07.08.2009
Label: Van Records

Urfaust legen mit „IX: Der Einsiedler“ eine neue EP vor, die sich weitab von allen Konventionen bewegt. Abermals bedienen sie sich aus diversen Genres um ihren ganz eigenen Klang zu erschaffen. Im Jahr 2003 als Soloprojekt gegründet, welches sich der Ambient Musik verschrieben hatte, ist diese Grundstimmung bis heute geblieben, auch wenn Multitalent IX mittlerweile Unterstützung von Drummer VRDRBR erhalten hat. Urfaust lassen heutzutage auch deutliche Einflüsse aus dem Black und Doom Metal-Bereich erkennen. Viele Fans dürften die Band auch als Gastmusiker auf der Mini LP von The Devil's Blood kennengelernt haben.

Zwei Lieder spendiert das Duo den Hörern; zwei Songs, die es in sich haben und es gemeinsam auf eine Länge von knapp zwanzig Minuten bringen. „IX: Der Einsiedler“ und „Verderber“ warten darauf, erkundet zu werden und den Hörer in eine Welt voller Melancholie zu entführen. Der Titeltrack ist ein zwölf Minuten langes Epos, welches sich betont monoton aufbaut und gerade daraus seine Stärken zieht. Darkthrone hätten ihre helle Freude daran. Der abwechselnd klare und dann wieder hysterisch kreischende Gesang wirkt wie ein weiteres, perfekt abgestimmtes Mosaiksteinchen in einem Lied, das sich mit Worten kaum beschreiben lässt.

„Verderber“ ist im Prinzip ähnlich aufgebaut, verzichtet aber auf den dominanten Synthie-Einsatz des Vorgängers. Die rabenschwarze Grundstimmung wird auch so erreicht, wenn nicht sogar ausgebaut. Die kreischenden Gesänge, die keinerlei Rückschlüsse auf den Text zulassen und die teilweise arg verzerrten Gitarren lassen Erinnerungen an den skandinavischen Black Metal der frühen 90er wach werden.

Fazit: Ich hab mich bisher mit meiner eigenen Meinung zurückgehalten, da es wirklich schwierig ist, diese Platte zu besprechen. Urfaust sind einzigartig, daran gibt es keinen Zweifel. Für ihre Musik muss man in einer bestimmten Stimmung sein, das ist ebenso klar. Mir persönlich gefällt in der Hinsicht der erste Song um einiges besser, während „Verderber“ doch auf Dauer ziemlich anstrengend wird. Dennoch ist „IX: Der Einsiedler“ eine EP, die man sich als Fan von Musik, die weit ab vom Strom schwimmt, nicht entgehen lassen sollte.

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