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Unlight: Death Consecrates With Blood

Eine solide Black Metal-Scheibe
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:55
Release: 30.01.2009
Label: Massacre Records

Im Oktober des Jahres 1997 machten sich Blaspherion und Necron auf, eine Black Metal-Band zu gründen. Nach ein paar Besetzungswechseln trümmerten die Schwarzmetaller 2005 mit „Inferno“ ihr erstes Full Length-Album ein und „Death Consectrates With Blood“ ist nun nach der 2007er-Scheibe „Eldest Born Of Hell“ der erste Release der Band, der unter dem Banner eines Labels das Licht der Welt erblickt. 

  

Der erste Eindruck beim Hören offenbart dem Hörer eine thrashige Variante des Marduk´schen Sounds. Die kalt-düstere Stimmung wird ein ums andere Mal unterstrichen durch schräges Riffing, das mit leicht disharmonischen Melodien präsentiert wird. 

 

Und wie soll es bei fiesem, bitterbösem Black Metal auch anders sein, beginnt das Titelstück „Death Consecrates With Blood“ mit großem Tamtam und beschert dem Hörer erste Kälteschauer über Rücken und sonstige Körperteile. Zwischen die blackmetallischen Uptempo-Parts hat die Band immer wieder Midtempo-Stücke geklöppelt. Der Refrain ist so thrashig, dass ich dabei unwillkürlich immer an Scornage´s „End Of The Foodchain“ denken muss (warum auch immer), denn eine gehörige Portion Thrash haben Unlight schon bei diesem Song mit verarbeitet. Das soll auf dieser Scheibe auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass uns der Thrash Metal hinter der nächsten Ecke an den Hals springt, soviel gleich zu Beginn.

 

Das sündenhafte Teil namens „Becoming The Ungodly Sin“ groovt wie Sau. Warum sündenhaft? Weil im Refrain erstens Mönchschöre zu hören sind und des weiteren lustvolles weibliches Gestöhne zu vernehmen ist. Nun ja, dies wird dann eher die männlichen Hörer der Scheibe erfreuen als dass ich mich als weibliches Wesen davon angetan zeigen könnte, aber sei´s drum. Abhilfe schafft da die Zeile „Sin is for sinners, and sinners we are…“.

 

Man möge mir den Vergleich verzeihen, aber bei dem Refrain des sehr thrashigen “That Old Black Magick Spell” könnten Gedanken aufkommen an eine Black Metal-Ausgabe von Accept. Dafür sind die Vocals samt Chor zeitens des Refrains einfach zu prägnant.  

“The Passing Of The Black Storms“ dagegen wird wieder dominiert durch das dissonante Riffing, das man entweder sofort mag oder eine Aversion dagegen hegt. Als Kontrast zu diesem eiskalten Riffing sticht das schöne melodische Gitarrensolo sehr positiv heraus. 

Mit seinem fast schon als behäbig zu bezeichnenden Midtempo geht „Carnal Baptism“ fast schon als langweilig durch, auch wenn Blaspherion hier ziemlich gute Screams loslässt. 

 

Speziell das Riffing von “Dancing Upon The Bones Of A Naive Perception“ klingt wie in der Vergangenheit schon etliche Male irgendwo gehört. Leider ein wenig farblos gestaltet sich dieses Stück wie leider auch das folgende “Bestow The Blessings Of Hell Upon Us“ und auch “Enthrone Night” findet nicht aus dem Stimmungstief heraus. 

 

Auch ein lupenreiner Thrashsong hätte „Mendacious Messiah“ werden können, richtet man sein Augenmerk lediglich auf das Riffing am unmittelbaren Beginn.

Eine richtig gute Produktion ist diesem Material widerfahren. Brutal und bissig könnte man diese am besten bezeichnet. Nicht gerade für trve Black Metal-Puristen geeignet, da das Ganze doch schon ziemlich modern rüber kommt, aber für den nicht-engstirnigen Hörer sehr hörenswert. 

 

Fazit: Eine neue Offenbarung ist das Album nicht gerade, aber eine solide Black Metal-Scheibe ist der deutschen Band trotzdem gelungen.

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