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Unleashed: Odalheim

Und wieder reiten sie
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:52
Release: 20.04.2012
Label: Nuclear Blast

Man kann nun über Unleashed sagen und denken was man will, aber aus der Death-Metal-Szene ist die Band unmöglich wegzudenken. Viel zu viele andere Gruppen geben die Schweden als Einfluss an und nehmen Bezug auf die Musik des Quartetts. Nicht nur nebenbei hat die Band auch eine große und beständige Fanschar, wie man auf den Konzerten von Unleashed immer wieder feststellen kann.

Nun kommt die Combo mit ihrem elften Album. Die Frage, was man zu erwarten hat, muss man sich eigentlich nicht wirklich stellen. Es wäre eine große Überraschung, wenn stilistisch ein größerer Wechsel vorgenommen worden wäre. „Odalheim“ ist die konsequente Fortsetzung von „As Yggdrasil Trembles“, und zwar nicht nur chronologisch, sondern auch das textliche Konzept erzählt dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat.

Der Einstand in die CD, der Song „Fimbulwinter“, scheppert gleich richtig los. Die schnelle Nummer wird immer wieder durch melodiöse Einblendungen wie zum Beispiel Soli aufgelockert. Trotzdem verliert die Nummer niemals an Fahrt und donnert über vier Minuten lang mit vollem Elan nach vorne. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Titelsong: „Odalheim“ knüpft stilistisch direkt an den Vorgänger an. Das Stück ist mit gleich schnellen und ebenso melodischen Elementen bestückt. Der große Unterschied zum Auftakt der CD ist die Tatsache, dass es etwas weniger Melodien gibt und die trägeren Elemente noch gebremster ausfallen als beim ersten Stück. Alleine die ersten beiden Lieder machen damit schon absolut klar, dass Unleashed nicht im Traum daran denken, ihren Musikstil neu auszurichten.

„By Celtic And British Shores“ ist eine der brachialsten Nummern auf der Scheibe. Kontinuierlich donnert die Bassdrum und das Tempo bleibt auch durchgehend recht hoch. Ähnlich verhält es sich zuvor schon mit dem Lied „Vinland“. Auch hier herrschen die Prügelparts eindeutig vor. Dafür schlägt „The Soil Of Our Fathers“ einen anderen Weg ein. Nach einem orientalisch angehauchten Akustikgitarrenintro entwickelt sich der wahrscheinlich Mid-Tempo-lastigste Song der ganzen Platte.

Unleashed bleiben auch mit ihrem elften Album ihrem Stil vollkommen treu und lassen sich von nichts und niemandem beeinflussen. Das kann jetzt als positiv oder negativ ausgelegt werden. Entweder man ist der Meinung, dass die Schweden nichts anderes machen können oder nichts anderes machen wollen. „Odalheim“ wird nicht als das beste Album der Gruppe in die Annalen eingehen, das ist auch sicher. Das Album hält aber ein konstant hohes Niveau, welches schon typisch für Unleashed ist.

Fans der Band können beruhigt zuschlagen, sie werden nicht enttäuscht werden. Wer die Band nicht kennt (gibt es das?) und Death Metal mag, der sollte unbedingt einmal in das Album reinhören.

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